Das Skoda-Flaggschiff wird optisch nur dezent aufgefrischt. Technisch passiert aber einiges

Nachdem Skoda dem Octavia bei seinem letzten Facelift ein ziemlich kontrovers gezeichnetes Vier-Augen-Gesicht angedeihen ließ, hatten wir bereits Sorge, dem Flaggschiff Superb könnte womöglich das gleiche passieren. Wird es aber nicht. Zumindest, wenn diese neuen Erlkönigbilder, auf denen die große Limousine quasi ungetarnt zu sehen ist, kein hinterhältiges Täuschungsmanöver sind. Die Scheinwerfer sind nach wie vor aus einem Guss. Ihr neuer Look resultiert hauptsächlich aus der Umstellung auf LED-Scheinwerfer.

Auf den ersten Blick wirkt es so, als wäre überhaupt keine Tarnung mehr auf diesem Prototypen verbaut. Allerdings trägt der Superb auf den Bildern (in typischer Skoda-Manier) einfach nur Abklebung in Wagenfarbe. Vor allem vorne wird es bei näherem Hinsehen offensichtlich. An den Kanten des Grills und auch zwischen Grill und Scheinwerfern. Wir gehen davon aus, dass die neuen Leuchten bis an den Grill heranreichen, um die Front des Autos breiter und auffälliger erscheinen zu lassen. So ist es auch beim kürzlich vorgestellten Skoda Scala, dessen neue Designsprache ganz offensichtlich auch Einfluss auf den Superb hat.  

Am Heck des überarbeiteten Superb sehen wir Rückleuchten mit etwas schärferer Grafik. Außerdem scheint sich noch ein wenig Tarnung zwischen den beiden Leuchteinheiten zu befinden. Vermutlich wird dort in der Serienversion ein Chromstreifen zum Vorschein kommen. Aber womöglich greift Skoda auch den derzeitigen Über-Trend auf und installiert ein durchgehendes Leuchtenband.

Den Übergang zu Skodas neuesten Infotainmentsystemen hat der Superb bereits hinter sich. Der Innenraum dürfte also im Großen und Ganzen so bleiben wie er bisher war. Abgesehen von den Instrumenten, denn auf Wunsch wird es erstmals ein voll digitales Display geben.  

Reden wir über Motoren. Neu im Programm ist der 1,5-Liter-Konzern-Vierzylinder-Benziner mit 150 PS. Auf diesem Erlkönig sehen wir zwei Endrohre, was bedeuten könnte, dass der bisherige Top-Benziner mit zwei Liter Hubraum und 280 PS weiter im Programm bleibt. Ganz neu und das allererste Mal in einem Skoda kommt Mitte bis Ende 2019 ein Plug-in-Hybrid. Es wird sich dabei um den Antrieb handeln, den auch der geliftete VW Passat GTE an Bord hat. Vermutlich ein 1,5-Liter-Vierzylinder plus E-Motor mit etwas über 200 PS. Bis zu 70 Kilometer rein elektrische Reichweite könnten hier machbar sein. 

Der modellgepflegte Skoda Superb kommt im Frühsommer 2019.

Fotos: CarPix

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