Außerdem ersetzt der 2.0 Ecoblue den 2.0 TDCi

Die aktuelle (vierte) Generation des Ford Mondeo ist seit Februar 2015 auf dem Markt, es wird also Zeit für ein Facelift, um eine Midlife Crisis zu verhindern. Das aufgefrischte Mittelklassemodell steht auf dem Autosalon in Brüssel.

Die wichtigste Neuerung ist wohl der Mondeo Hybrid Turnier. Der viertürige Mondeo Hybrid bleibt im Programm. Er ist nach wie vor die einzige Antriebsvariante für die viertürige Stufenheck-Variante. Ford geht davon aus, dass die Hybrid-Version in Europa künftig rund 50 Prozent der Verkäufe ausmachen wird.

Beide Hybridversionen haben einen 2,0-Liter-Atkinson-Benziner unter der Haube. Durch eine verbesserte Steuerungssoftware soll der Antrieb nun sanfter auf Gaspedalbefehle ansprechen und eine lineare Kraftentfaltung bieten. Zusammen mit dem Elektromotor ergibt sich eine (unveränderte) Systemleistung von 187 PS. Als Getriebe wird eine stufenlose CVT-Automatik eingesetzt. Die Rekuperationsenergie wandert in eine Lithium-Ionen-Batterie mit 1,4 kWh Ladekapazität. Den Normverbrauch des Mondeo Hybrid Turnier gibt Ford mit 4,4 Liter/100 Kilometer an, der Viertürer braucht 4,2 Liter. Der Kofferraum des Mondeo Hybrid Turnier fasst 403 bis 1.508 Liter.

Bei den Dieseln wird der 2.0 TDCi durch den neuen 2.0 EcoBlue ersetzt. Zur Wahl stehen Versionen mit 120, 150 und 190 PS. Ein "SCR-Speicher-Katalysator" -- möglicherweise eine Kombination aus normalem SCR-Kat und NOx-Speicherkat --  sorgt dafür, dass die Abgasnorm Euro 6d-Temp eingehalten wird.

In Kombination mit den 150- und 190-PS-Dieseln bietet Ford eine neue Achtgang-Automatik an, die über einen Drehknopf in der Mittelkonsole gesteuert wird. Das Getriebe passt sich automatisch dem Fahrstil und der Strecke an, erkennt auch Bergauf- und Bergab-Passagen. Den 190-PS-Diesel gibt es auch in Kombination mit einem Allradantrieb (iAWD). Das System analysiert die Grip-Verhältnisse in 20-Millisekunden-Intervallen und teilt das Antriebsmoment entsprechend zwischen Vorder- und Hinterachse auf. Dabei fließt bis zu 50 Prozent der Kraft nach hinten. Auf der Benziner-Seite gibt es unverändert nur einen einzigen Motor, den bekannten 1.5 Ecoboost mit 165 PS.

Neuer Ford Mondeo ab 27.150 Euro
Ford Mondeo Facelift

Optisch ändert sich vor allem der Umriss des Kühlergrills und die Gestaltung der Frontschürze. Die Heckleuchten erhalten eine neue C-Form, die von einer durchgehenden Chromstange durchschnitten wird. Innen fallen unter anderem neue Sitzbezüge und neue Blenden für die Türgriffe auf. Zugleich ermöglicht der Wechsel vom konventionellen Automatikhebel zum Drehwahlknopf zusätzliche Ablagen sowie einen USB-Anschluss in der Mittelkonsole.

Ford Mondeo Facelift

Der Abstandstempomat bremst die Automatikversionen nun bis zum Stillstand ab. Setzt sich der Vordermann innerhalb von drei Sekunden erneut in Bewegung, rollt auch der Mondeo automatisch wieder an.

Produziert wird der neue Mondeo im spanischen Valencia. Er läuft dort gemeinsam mit seinen Schwestermodellen S-Max und Galaxy vom Band. Die Preise für die konventionell angetriebenen Versionen begannen bisher bei 26.275 Euro (Fünftürer mit 1.5 Ecoboost), der neue Basispreis wurde noch nicht bekannt gegeben. Den Mondeo Hybrid gab es bisher ab 36.550 Euro, künftig steigt der Preis auf 39.850 Euro. Der neue Mondeo Hybrid Turnier ist ab 41.000 Euro zu haben.

Bildergalerie: Ford Mondeo Facelift 2019