Test: Ford Mondeo Hybrid

105 Jahre nach seinem Tod wird Rudolf Diesel im übertragenen Sinne ein Pflock durchs Herz getrieben. Schlimm sei sein Motor, wettern selbsternannte Ritter des Rechts und verpassen Dieselauto-Besitzern ein Image irgendwo zwischen Handtaschendieb und Tierquäler. So wundert es natürlich nicht, dass alternative Antriebe wieder mehr in den Blickpunkt geraten. Zum Beispiel der Hybridantrieb. Ihn bietet Ford schon seit einiger Zeit im Mondeo an. Ob diese Art der Ford-Bewegung überzeugt, klärt unser Test.

Koffer ohne Raum
Äußerlich ist dem Mondeo Hybrid abgesehen von speziellen Emblemen seine besondere Technik nicht anzusehen. Erst bei näherer Betrachtung erschließt sich die Spezialität des Wagens. Er ist nämlich der einzige Stufenheck-Mondeo auf dem deutschen Markt. Grund: Der Hybrid ist in erster Linie für den US-Markt gedacht. Dort ist Diesel kaum ein Thema, dafür umso mehr Stufenheck-Limousinen. Also hoch den Deckel und in den Kofferraum geblickt. Öha! Hier kommt also die „Stufe“ aus Stufenheck her! Ein fetter Absatz teilt den Gepäckraum auf, die große Batterie (ein Li-Ion-Akku mit fünf Kilowattstunden Kapazität) fordert ihren Tribut. Als Folge bleiben von 525 Liter Volumen nur 383 Liter übrig, außerdem schrumpft der Tankinhalt von 62,5 auf 53 Liter. Wahrlich nicht berauschend, ist der Mondeo doch üppige 4,87 Meter lang. Einziger Trost: Die hinteren Sitzlehnen sind umklappbar.

Blatt satt
Immerhin zahlt sich das im Innenraum aus, an Platz mangelt es hier nicht. Im Cockpit fehlt ...