Außen und innen wird es unüblich gravierende Änderungen geben

Als der aktuelle Audi A4 vor gut drei Jahren vorgestellt wurde, fragten sich viele: Und wo ist jetzt das neue Auto? Die Mittelklasse wirkte sehr brav, fast uninspiriert. Offenbar sieht das auch die Kundschaft so, denn der A4 B9 verkauft sich nicht so gut wie er soll. Er war das letzte Modell, bei dem Neu-Designchef Mark Lichte seine Finger noch nicht im Spiel hatte und das sieht man leider auch. Die Lösung: Nach einem Mini-Faceliftchen im letzten Jahr gibt es 2019 die XXL-Modellpflege. Und die wird für ein Lebensmitte-Facelift wirklich unüblich heftig ausfallen. Das zeigen nun auch die ersten Erlkönigbilder, die unsere Knipser vom künftigen A4 Avant machen konnten.

Abgesehen von Dach und Säulen kommt die A4-Karosserie komplett neu. Das Design soll Eigenständigkeit behalten, dürfte sich aber stark an dem des neuen A6 orientieren. Das bedeutet sogar neuen Türen und neue Kotflügel mit stärker ausgeprägter, eckiger Quattro-Kante über den Radhäusern. Hinten wird es wohl Rückleuchten und einen Stoßfänger mit hochwertiger Endrohr-Einfassung im A6-Stil geben. Insgesamt soll der A4 so deutlich frischer und moderner aussehen, um gegen die geliftete Mercedes C-Klasse und den ganz neuen BMW 3er bestehen zu können.

Im Innenraum werden die Änderungen ebenfalls gravierender ausfallen. Audis neues Infotainmentsystem mit zwei präzise eingefassten Bildschirmen wird nun auch im A4 Einzug halten und den auf dem Armaturenbrett sitzenden Screen ersetzen. Die Sprachsteuerung wird erweitert.

Was die Motoren betrifft, dürfte hingegen alles beim alten bleiben. Aktuell leisten die Zweiliter-Benziner und -Diesel 150 und 190 PS. Ein stärkerer Vierzylinder-Benziner mit um die 250 PS dürfte noch folgen. Was mit den Sechszylindern passiert, muss man abwarten. Gleiches gilt für etwaige Plug-in-Hybride.

Wir rechnen mit dem Audi A4 Facelift gegen Ende 2019. Womöglich wird er auf der Frankfurter IAA im September 2019 vorgestellt.

Bildergalerie: Audi A4 Avant (2019) Erlkönig