Fünf oder sieben Sitze? Und nur Benziner? Alfas künftiges Top-SUV soll vor allem in den USA punkten

Langsam scheint es ernst zu werden für das zweite Alfa Romeo SUV. Das ein oder andere Rendering zu dem möglichen, über dem Stelvio positionierten Riesending gab es bereits. Und auch der Name "Castello" geistert hier und da durch den Raum. Offizielles Feedback vom Mutterkonzern FCA gibt es dazu bisher nicht. Die Nomenklatur ist aktuell also eher Interpretationssache. "Castello" würde in zweierlei Hinsicht passen: Das erste Alfa-SUV Stelvio wurde nach einem berühmten Bergpass benannt und da es auch einen alpinen Pass namens Passo di Castello gibt, hätten wir hier bereits eine Überschneidung. Womöglich würde sich Alfa mit dem neuen Namen aber auch auf  die "Festung" von Mailand (das Castello Sforzesco), dem Geburtsort von Alfa Romeo, beziehen.

Die wichtigsten Märkte für ein großes SUV sind zweifelsfrei die USA und China.  Wenn Alfa seine ehrgeizigen Wachstumsziele erreichen will, wird es einzig mit dem Stelvio nicht getan sein. Ein luxuriöser Siebensitzer wie der mögliche Castello könnte vor allem außerhalb Europas sicher helfen. Konsequent wäre dann ein Motorenprogramm mit Mild- und Plug-in-Hybriden. In seinem vor einigen Monaten vorgestellten Fünf-Jahresplan hatte das Scudetto eine Elektrifizierung seiner Motorenpalette bereits angekündigt.

Höchstwahrscheinlich würde auch der Castello auf der Giorgio-Plattform stehen, die bereits vom Stelvio und der Limousine Giulia genutzt wird. Allerdings wäre ein Aufbau auf Basis des Maserati Levante ebenfalls eine Möglichkeit. Was die Motorisierungen betrifft, hängen wir informationstechnisch noch völlig in der Luft. Die Größe des Castello, wir sprechen von um die 4,90 Meter, würde den Einsatz des bekannten 2,2-Liter-Turbodiesel rechtfertigen. Dieser leistet aktuell bis zu 210 PS. In den vermeintlichen Hauptmärkten des Autos wird sich aber niemand für Selbstzünder interessieren und auch hierzulande befinden sie sich wohlweislich auf dem absteigenden Ast. Dann gäbe es noch den 2,9-Liter-Biturbo-V6 mit 510 PS, den wir aus Stelvio und Giulia Quadrifoglio kennen. Er könnte auch eine Castello-Topversion antreiben, wird aber sicher nicht als Volumen-Motor taugen.

Dem jüngsten Trend der FCA-Gruppe folgend, bliebe noch der 2,0-Liter-Turbobenziner. Wie erwähnt, hier aber wohl eher mit der Unterstützung eines 48-Volt-Mildhybridsystems oder gleich als Plug-in-Hybrid. Aktuell leistet der Benziner bis zu 280 PS. Mit elektrischer Hilfe dürften bis zu 350 oder 400 drin sein. Unsere Kollegen von Motor1.com Italien rechnen gegen Ende 2019 oder Anfang 2020 mit dem neuen Alfa-Romeo-Flaggschiff-SUV.

Bildergalerie: Alfa Romeo Castello 2020 Rendering