Optische Evolution, technische Revolution

Nach mehr als zehn Jahren im Dienst macht der Jeep Wrangler der dritten Generation Platz für die vierte. Und diese nächste Generation enthüllte der Hersteller nun auf der Los Angeles Auto Show 2017 (1. bis 10. Dezember). Auf den ersten Blick scheint sich nicht viel zu ändern, doch bei genauerem Hinsehen macht der Wrangler einen echten Technologiesprung.

Echte Offroader im Test:

Leiterrahmen und die gleiche Ästhetik
In Sachen Designveränderungen fasst Jeep den Wrangler also eher mit Samthandschuhen an. Wir stellen fest, dass die Vorder- und Rücklichter neu gestaltet wurden. Die Blinker sind nun in den vorderen Kotflügeln untergebracht. Es gibt immer noch den klassischen Grill mit seinen sieben Schlitzen. Diese sind nun breiter ausgeführt als zuvor. Darüber hinaus hat Jeep die Windschutzscheibe etwas schräger angestellt, damit die Aerodynamik zumindest ein bisschen verbessert werden konnte. Die Basis für den Wrangler, der weiterhin als Drei- oder Fünftürer erhältlich sein wird, liefert immer noch ein robuster Leiterrahmen. Die Bodenfreiheit liegt bei 277 Millimeter, die Wattiefe gibt Jeep mit stolzen 76 Zentimeter an. Der Böschungswinkel vorne liegt bei 44 Grad und hinten sind es 37 Grad.

Aufgeräumter Innenraum mit mehr Technik
Im Inneren sind die Veränderungen schon deutlicher spürbarer: Das Armaturenbrett wurde intensiv überarbeitet und wirkt nun vollständiger sowie aufgeräumter. Neu ist hier ein Touchscreen, dessen Größe je nach Ausführung variiert und der Android Auto oder Apple CarPlay darstellen kann. Außerdem steckt Jeep auf Wunsch eine digitale Anzeige zwischen die klassischen Rundinstrumente.

Neue Motoren, neue Getriebe
Unter der Haube kommt es zu einer mittelschweren Revolution: Weiter dabei ist der 3,6-Liter-V6-Pentastar-Benziner. Er entwickelt jetzt nicht mehr 284 PS und 347 Newtonmeter Drehmoment, sondern kommt auf 289 PS sowie 353 Newtonmeter Drehmoment und verfügt zusätzlich über eine Start-Stopp-Funktion. Neu im Programm sind hingegen ein 264 PS und 600 Newtonmeter starker 3,0-Liter-V6-Turbodiesel sowie ein 274 PS und 400 Newtonmeter starker 2,0-Liter-Turbobenziner. Der neue Vierzylinder wird außerdem von einem Mild-Hybrid-System unterstützt. Die beiden neuen Motoren werden serienmäßig mit einer ebenfalls neuen Achtgang-Automatik gekoppelt, der V6-Saugbenziner kann darüber hinaus noch mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe bestellt werden.

Markteinführung und Preise
Apropos Bestellung: Die US-Markteinführung ist für Anfang 2018 geplant. In Europa müssen wir uns noch ein wenig gedulden. Einen Termin hat Jeep hier noch nicht genannt, wir rechnen aber mit einem Marktstart Ende 2018. Und auch bei den Preisen hält sich der Hersteller noch bedeckt. Bislang kostete ein dreitüriger Wrangler mindestens 36.900 Euro, während ein Unlimited genannter Fünftürer stets einen Aufpreis von 3.000 Euro zur Folge hatte.

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