Jeep zeigt das Facelift des Avenger: Mehr Mut zur Kante
Es gibt einen neuen 100-PS-Turbobenziner mit Handschaltung
Jeep hat den überarbeiteten Avenger vorgestellt und gleichzeitig die Bestellfreigabe für das Modell eröffnet. Der kompakte SUV markiert die Weiterentwicklung des bislang erfolgreichsten Jeep-Modells in Europa. Seit der Einführung im Jahr 2023 kommt der Avenger inzwischen auf mehr als 270.000 Bestellungen, davon rund 60 Prozent mit elektrifizierten Antrieben.
In Italien ist der Avenger inzwischen der meistverkaufte SUV, europaweit gehört er zu den wichtigsten Modellen seines Segments. Laut Jeep spricht der Wagen eine breite Kundengruppe an, darunter überdurchschnittlich viele Frauen und Fahrer unter 40 Jahren.
Bildergalerie: Jeep Avenger Facelift (2027) – Europa
Optisch erhält der neue Avenger mehrere Änderungen. Die typische Jeep-Front mit sieben Schlitzen verfügt nun über eine LED-Hinterleuchtung, die sich am größeren Compass orientiert. Neue Stoßfänger verbessern den Rundumschutz der Karosserie.
Die Allradversion 4xe bekommt zusätzliche rote Designelemente sowie den sogenannten Jeep Shield. Außerdem gibt es neue 17- und 18-Zoll-Räder sowie neue Radkappen mit stilisiertem Jeep-Willys-Profil. Die Farbpalette wird um die Lackierungen Forest und Bamboo erweitert. Optional ist ein schwarzes Dach erhältlich.
Auch der Innenraum wurde überarbeitet. Jeep setzt auf weichere Materialien an den Türen, gepolsterte Elemente im Armaturenbrett sowie neue Stoff-/Vinylbezüge in den Ausstattungslinien Altitude und Summit. Die 4xe-Version erhält besonders robuste und abwaschbare grüne Oberflächen.
Technisch erweitert Jeep die Ausstattung um Matrix-LED-Scheinwerfer und eine Frontkamera mit 360-Grad-Ansicht. Die neue Lichttechnik soll die Sicht bei Nacht verbessern und passt den Lichtkegel automatisch an Verkehr und Geschwindigkeit an. Die Kamera erleichtert Rangiermanöver und erzeugt eine digitale Rundumsicht auf das Fahrzeugumfeld.
Die Offroad-Eigenschaften bleiben ein Kernbestandteil des Modells. Jeep nennt Böschungswinkel von bis zu 22 Grad vorne, 21 Grad Rampenwinkel und 35 Grad hinten sowie bis zu 210 Millimeter Bodenfreiheit. Selec-Terrain-System und Bergabfahrhilfe gehören bei allen Versionen zur Serienausstattung.
Beim Antrieb setzt Jeep weiterhin auf breite Auswahl. Angeboten werden ein neuer Turbo-100-Benziner mit Handschaltung, ein e-Hybrid mit 110 PS, die 145 PS starke Allradversion 4xe und die vollelektrische Variante mit 156 PS. Der neue Dreizylinder-Benziner mit 1,2 Litern Hubraum leistet 101 PS und 205 Newtonmeter Drehmoment. Jeep hebt die variable Turbotechnik, die höhere Effizienz durch Miller-Zyklus sowie verlängerte Wartungsintervalle hervor.
Beim e-Hybrid arbeitet ein elektrifizierter Doppelkuppler mit 48-Volt-System. Der 4xe kombiniert Verbrenner und Elektromotor für elektrifizierten Allradantrieb und soll Steigungen bis 40 Prozent auf losem Untergrund bewältigen können. Die Elektroversion besitzt eine Batterie mit 54 kWh Bruttokapazität, bis zu 100 kW DC-Ladeleistung und eine WLTP-Reichweite von bis zu 400 Kilometern.
Serienmäßig bietet der Avenger unter anderem Voll-LED-Licht, automatische Fernlichtsteuerung, Keyless Start, Klimaautomatik und ein 10,25-Zoll-Infotainmentsystem mit kabellosem Android Auto und Apple CarPlay. Die Jeep-App ermöglicht Funktionen wie Fahrzeugortung, Türverriegelung oder Vorklimatisierung per Smartphone. Der Kofferraum fasst bis zu 380 Liter.
Zum 85-jährigen Markenjubiläum bringt Jeep zusätzlich eine Sonderedition des Avenger auf den Markt. Diese erhält spezielle Logos, goldfarbene Felgen und Stoßfängerelemente sowie Dekore im Tartan-Muster. Im Innenraum kommen Sitze mit Jubiläumslogo, goldene Ziernähte und spezielle Oberflächen zum Einsatz. Die Sonderedition basiert technisch auf der Ausstattung Altitude beziehungsweise beim 4xe auf dem Upland-Modell und verfügt serienmäßig über Matrix-LED-Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer und die 360-Grad-Kamera. Zu den Preisen des gelifteten Avenger gibt es noch keine Angaben.
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