Der Cayenne Turbo ist da
Neues Topmodell: Aktive Aerodynamik und irre Fahrleistungen
In unter vier Sekunden auf 100 km/h
Selbiger fungiert fortan als Topmodell der Cayenne-Baureihe (zumindest bis Porsche beschließt, den vogelwilden 680-PS-Turbo-S-E-Hybrid auch in seinem größten SUV unterzubringen). Und das tut er mit dem aus dem aktuellen Panamera bekannten 4,0-Liter-Biturbo-V8 mit 550 PS und 770 Newtonmeter Drehmoment. Das sind 30 PS und 20 Newtonmeter mehr als bisher. Große Zahlen also, die für reichlich verwirrende Fahrleistungen sorgen. Anders als beim Panamera wird die Kraft auch im neuen Cayenne Turbo von einer Achtgang-Wandlerautomatik auf alle vier Räder übertragen. Von 0-100 km/h geht es trotzdem in akuten 4,1 Sekunden. Wurde das Sport-Chrono-Paket mitbestellt, sind es 3,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 286 km/h. Und ja, auch bei einem Cayenne Turbo handelt es sich noch (irgendwie zumindest) um ein SUV. Er ist tatsächlich noch schneller als der alte Cayenne Turbo S. Und wenn Sie irgendetwas Hohes suchen, das in der Lage ist, ihn auszubeschleunigen, dann bleibt Ihnen wohl nur der von allen guten Geistern verlassene Jeep Grand Cherokee Trackhawk mit 717 PS.
Erstmals aktive Aerodynamik
Der dürfte aber nicht halb so gut ums Eck gehen wie der neue Cayenne Turbo, denn Porsche hat fürs Spitzenmodell mal wieder tief in die Fahrwerks-Trickkiste gegriffen. Der Turbo kommt serienmäßig mit einem Dreikammer-Luftfahrwerk samt aktiven PASM-Dämpfern. Porsche spricht von einer größeren Bandbreite zwischen Sportlichkeit, Komfort und Geländetauglichkeit. Dazu passen auch die fünf Fahrprogramme und sechs wählbaren Höhenniveaus. Ab Werk fährt der 2018er-Turbo auf 21-Zöllern mit 285er (vorne) und 315er (hinten) Walzen. Gegen Aufpreis gibt es die an ein 48-Volt-Bordnetz gekoppelte elektrische Wankstabilisierung PDCC, eine Hinterradlenkung sowie Torque Vectoring Plus. Neu beim Cayenne und eine SUV-Weltpremiere: Der adaptive Dachspoiler, der auch über eine Bremsweg verkürzende Airbrake-Position verfügt. Die neue Porsche Surface Coated Brake (PSCB) mit Wolframcarbid-Beschichtung ist beim Cayenne Turbo serienmäßig. Sie hat nicht nur sehr schicke, glänzende Bremsscheiben, sondern soll auch standfester und verschleißärmer sein. Optional ist weiterhin eine Keramikbremse erhältlich.
Marktstart Ende 2017
Von außen gibt sich der neue Porsche Cayenne Turbo durch eine leicht geänderte Front samt serienmäßigen dynamischen LED-Scheinwerfern, verbreiterte Radhäuser mit lackierten Blenden, etwas mehr Wagenfarbe (Türseitenleisten, Heck) sowie vier Auspuffendrohre als solcher zu erkennen. Innen glänzt er wie die übrigen neuen Cayennes mit dem einnehmend schönen, voll vernetzten Cockpit aus dem Panamera. Wie gewohnt kriegt der Turbo allerdings mehr Ausstattung. In diesem Fall ein Bose Surround-Soundsystem, 18-fach verstellbare Sportsitze mit integrierter Kopfstütze sowie eine Beheizung für alle Sitzplätze und das Turbo-spezifische Sportlenkrad. Seine Live-Premiere feiert der neue Porsche Cayenne Turbo auf der Frankfurter IAA (12. bis 24. September). Der Marktstart erfolgt dann Ende 2017. Die Preise starten bei 138.850 Euro.
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