Designchef Michael Mauer hat einige Überraschungen aus dem Keller geholt

Normalerweise zeigen Autohersteller auf Messen spektakuläre Studien oder kündigen neue Modelle mit seriennahen Konzepten an. Doch viele Ideen der Designer wandern ins Archiv und bleiben der Öffentlichkeit verborgen. Unter dem Titel "Porsche Unseen" veröffentlicht Porsche erstmals bislang geheime Designstudien aus den Jahren 2005 bis 2019. Der Sportwagenhersteller zeigt 15 spektakuläre Fahrzeug-Visionen.

Die frühen Studien bedienen die Segmente "Spin-Offs", "Little Rebels", "Hypercars" und "What’s next?". Damit gewährt Porsche einen exklusiven Einblick in seinen Designprozess – von der ersten Zeichnung bis zum fertigen Serienmodell.

Für die Fans der Marke erscheint heute das Buch "Porsche Unseen" im Verlag Delius Klasing. Interessierte Leserinnen und Leser erhalten hier einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen von Style Porsche. Einige der Studien werden später auch live zu bewundern sein: Das Porsche Museum integriert eine Auswahl der Modelle im Jahr 2021 in die Ausstellung.

Der Designprozess beginnt mit einer Skizze. Diese wird im nächsten Schritt als 3D-Modell visualisiert. Sobald eine Idee weiterentwickelt werden soll, folgen kleine Modelle im Maßstab 1:3 und schließlich Hartmodelle im Maßstab 1:1. "Die virtuelle Welt ist der erste Schritt, aber gerade die unerwarteten Modelle muss man in der Realität erleben, um zu begreifen, wie klein, groß oder überraschend proportioniert ein Auto ist", sagt Michael Mauer, Leiter Style Porsche.

Im Gegensatz zur Entwicklung eines Serienmodells, bei der immer mehrere Modelle mit verschiedenen Stylingthemen entwickelt werden, entsteht bei Visionsprojekten zunächst immer nur ein Visionsmodell als Protagonist der zentralen Idee. "Porsche betreibt bewusst nur ein einziges Designstudio – und zwar in direkter Nähe zur Entwicklung", so Mauer.

Im Porsche Design Studio in Weissach arbeiten mehr als 120 Designer, Experten für Interieur, Exterieur, Farben und Materialien, Modellbauer, Modelleure und Studio-Ingenieure. "Es geht bei unseren Visionen nicht darum, jedes Auto auf die Straße zu bringen. Sondern darum, Möglichkeitsräume aufzuspannen und eine Beziehung mit der Zukunft aufzunehmen", sagt Michael Mauer mit Blick auf den Designprozess.

So weit, so gut. Was die Männer um Mauer alles in den letzten Jahren erträumt und erschaffen haben, ohne das die Autos in Serie gingen, zeigen wir in der folgenden Bildergalerie. Welches Konzept ist Ihr Favorit?