Die Technik war zu komplex für ein Kundenfahrzeug

Er ist einer der schnellsten und erfolgreichsten Rennwagen des 21. Jahrhunderts und das jüngste Erfolgskapitel in der großen Motorsportgeschichte von Porsche: Dreimal hintereinander siegte der Porsche 919 Hybrid bei den 24-Stunden von Le Mans. 2015 bis 2017 war das.

Zur Kür umrundete der Rennfahrer Timo Bernhard im Jahr 2018 in einer Evo-Version des Le-Mans-Siegerautos die Nordschleife des Nürburgrings in nur 5:19,55 Minuten. Ein neuer Streckenrekord. Nachdem Porsche seinen Ausstieg aus dem LMP1-Rennsport verkündet hatte, entstand im Designteam von Michael Mauer in Weissach eine neue Idee: die Erfolgsgeschichte mit einer limitierten Sonderserie des Porsche 919 Hybrid für die Rennstrecke zu krönen.

Der Porsche 919 Street entstand auf Basis der vorhandenen Technologie und versprach, das überwältigende Fahrerlebnis des LMP1-Rennwagens auch Amateurfahrern zu ermöglichen. Unter der Hülle stecken das Carbon-Monocoque und der 900 PS starke Hybrid-Rennantrieb, die dem Porsche 919 in Le Mans zum Sieg verholfen hatten.

Auch die Abmessungen und der Radstand waren mit dem Rennwagen identisch. Kurzzeitig schien es möglich, ein Kundenfahrzeug ohne Straßenzulassung in limitierter Stückzahl zu bauen. Doch die Hochleistungs-Renntechnik war komplex – allein zum Start des LMP1-Motors benötigte ein Team von Mechanikern rund 45 Minuten. Man hätte eine Mannschaft von "Flying Doctors" auf die Rennstrecken der Welt aussenden müssen. So bleibt die Idee vom Le-Mans-Sieger für Gentleman-Driver vorerst ein wunderschöner Traum. Es blieb bei einem Claymodell im Maßstab 1:1. 

Bildergalerie: Porsche 919 Street (2017)