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Porsche Vision Renndienst (2018): Schneller Transporter

Wie wäre es mit einem Großraum-Automobil von Porsche?

Porsche Vision Renndienst

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

12. Nov. 2020 um 12:36 Uhr

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Wie kann ein Porsche aussehen, bei dem das Raumerlebnis im Vordergrund steht? Ist solch ein Auto überhaupt mit den Markenwerten vereinbar? Michael Mauer und sein Team beantworteten diese Fragen im Jahr 2018 mit einer ungewöhnlichen automobilen Vision.

Der Porsche Vision "Renndienst" schaffte es immerhin bis zum Hartmodell im Maßstab 1:1. Er ist eine freie Variation des familienfreundlichen Vans für bis zu sechs Personen, der in zahlreichen Garagen schon heute direkt neben dem Sportwagen aus Zuffenhausen steht. Sogar einen Ahnen hat er in Porsches Markengeschichte vorzuweisen: den legendären VW Renndienst-Transporter.

Diese VW T1 und T2 begleiteten seit den 1950er-Jahren das Werksrennteam von Porsche und transportierten Ersatzteile plus Werkzeug. Später gab es sogar eine Kleinserie auf Basis des VW T3, in den man einen 3,2-Liter-Motor aus dem Porsche 911 versenkt hatte.

Dem aktuellen Porsche-Designchef Michael Mauer war von Beginn an klar, dass ein Großraum-Automobil von Porsche nicht als puritanisch-praktischer Bus gedacht und gestaltet werden durfte, sondern neues Terrain beschreiten musste.

Und so entwarf das Team einen futuristischen Raumgleiter mit spannenden Proportionen, der Sportlichkeit mit Reisekomfort auf ganz neue Art vereint. Und doch auf den ersten Blick als Porsche erkennbar ist.

Porsche Vision Renndienst

Der aus einem Guss gestaltete Karosseriekörper mit seiner flachen Front, den kraftvoll ausgestellten Radhäusern und der asymmetrischen Fenstergestaltung lässt alle konventionellen Kategorien vergessen.

Im Innenraum erwartet die Passagiere dann eine äußerst komfortable und modulare Reisekabine. Der Fahrer des Porsche Vision "Renndienst" nimmt auf einem zentralen Loungesessel Platz. Der Einzelsitz bietet ein sportliches Fahrerlebnis, gewährt den Fondpassagieren freie Sicht nach vorn – und nimmt im autonomen Fahrmodus weniger Raum ein als eine konventionelle Sitzreihe.

Auch die vollelektrische Antriebstechnologie befindet sich platzsparend im Unterboden. So kommen die Mitreisenden in den Genuss eines unerwartet großzügigen Raum- und Reiseerlebnisses.

VW I.D. BUZZ Cargo

VW I.D. BUZZ Cargo

Moment mal? Elektrischer Antrieb? Da kommt uns natürlich die VW Studie ID. BUZZ in den Sinn. Sie kombinierte E-Antrieb mit Retro-Optik und wurde im Januar 2017 erstmals gezeigt. Im November 2018, also offenbar zeitgleich zum Porsche Vision Renndienst folgte die Cargo-Variante. 2022 soll der ID. BUZZ in Serie gehen.

Weitere bislang unbekannte Studien von Porsche:

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Und der Porsche? Hier heißt es von offizieller Seite: "Noch ist der Porsche Vision „Renndienst“ natürlich nur eine Idee. Und doch sind derart experimentelle Visionen für Porsche von essenzieller Bedeutung. Sie helfen dabei, Möglichkeitsräume zu erkunden und gewohnte Denkmuster und Konventionen infrage zu stellen. Nur so lässt sich das Rad immer wieder neu erfinden."

Bildergalerie: Porsche Vision Renndienst (2018)

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