Das Fahrzeug war angeblich für Privatteams angedacht

Wenn Sie die Social Media-Accounts von Porsche nicht aufmerksam verfolgt haben, haben Sie wahrscheinlich die neue Teaser-Kampagne der Zuffenhausener verpasst. Unter dem Banner "Porsche Unseen" veröffentlicht die Sportwagenmarke schattenhafte Bilder von Autos, die es nie in die Produktion geschafft haben.

Die erste Episode der Teaser-Kampagne, die am Wochenende veröffentlicht wurde, bot eine abgedunkelte Rückansicht eines mysteriösen Fahrzeugs, das "in die Zeit der Sportrennwagen der 1950er-Jahre zurückreicht". Nach der Abbildung unten sind wir versucht zu glauben, dass das Konzept mit dem legendären 550 Spyder zusammenhängt, wenn man den Design-Hinweisen und dem Nummernschild "Little Rebel" Glauben schenkt. Es ist wahrscheinlich eine Anspielung auf James Deans "Little Bastard" und seinen tragischen Unfall im September 1955.

Porsche teases car that was never made

Die zweite Episode ist nun erschienen und zeigt ein anderes Fahrzeug. Auch hier geht Porsche nicht allzu sehr ins Detail und sagt nur, dass es eine reine Rennmaschine für Privatteams gewesen wäre, die auf einem Le-Mans-Siegerauto basiert. Was könnte das sein? Ein Blick auf die Liste der Porsche-Rennwagen, die auf dem Circuit de la Sarthe triumphierten, könnte uns einige Hinweise geben.

Mit dem 917K, der 1970 und 1971 das Langstreckenrennen gewann, oder dem 936, der 1976 und 1977 triumphierte, scheint er sicher nichts gemein zu haben. Die massiven hinteren Kotflügel könnten von denen des 935 alias Moby Dick inspiriert sein, der 1979 in Le Mans gewann.

Wir könnten uns jedoch irren, denn Porsche hat bereits eine moderne Hommage an den 935 auf Basis des 911 991.2 gebaut, indem es eine limitierte Auflage des 935  entwickelt hat, die für die Rennstrecke reserviert ist.

Vielleicht ist eine plausiblere Antwort auf die Frage nach der Identität des Autos ein neuer Ansatz für den 911 GT1, der 1998 in Le Mans gewann. Wir haben den 956, 962C oder den WSC-95 nicht vergessen, aber wir sehen keine Ähnlichkeiten. Nicht auszuschließen ist aber auch, dass Porsche den 919 Hybrid in Richtung Retro umgestaltet hat.

 

Natürlich sieht keines dieser beiden Teaser-Autos aus wie etwas, das Porsche vor Jahrzehnten entworfen hätte. Dies scheinen moderne Interpretationen von Fahrzeugen zu sein, die es nie in die Produktion geschafft haben. Von dem wenigen, was wir sehen können, folgen die Autos der jüngsten Designsprache des Unternehmens. Porsche sagt, dass noch mehr kommen wird, da die Teaser-Kampagne 10 Tage lang fortgesetzt wird.

Die Leute aus Zuffenhausen sagen, dass wir in den kommenden Tagen "viele andere Geheimnisse aus Michael Mauers Versteck" sehen werden. Er ist seit 2004 Chefdesigner bei Porsche, und es scheint, dass ein moderner Ansatz für manche Prototypen auf seiner "To-Do"-Liste stand.