Der 900-PS-Renner für den WM-Titel
Das ist der weiterentwickelte Porsche 919 Hybrid
Porsche 2016 mit der Nummer Eins
Zwei Fahrzeuge gehen 2016 mit den Startnummern eins und zwei an den Start, nachdem Porsche 2015 sowohl das 24-Stunden-Rennen von Le Mans als auch den Fahrer- und Herstellertitel in der Sportwagen-WM gewonnen hat. Der 919 Hybrid wurde in den Bereichen Aerodynamik, Motor und Fahrwerk überarbeitet. Damit ist Porsche das einzige der drei antretenden Werksteams, das keine komplette Neuentwicklung an den Start bringt – Audi und Toyota hingegen schon.
900 PS dank Hybrid
Der Vierzylinder-Turbomotor mit zwei Liter Hubraum hat 2016 reglementbedingt etwas weniger Leistung als im Vorjahr, rund 400 PS. Der Verbrenner treibt ausschließlich die Hinterachse an. Die Regeln der Sportwagen-WM orientieren sich an der maximalen Energie, die ein Fahrzeug pro Runde auf dem 13-Kilometer-Kurs in Le Mans verbrauchen darf. Der 919 Hybrid tritt in der Acht-Megajoule-Klasse an und darf daher maximal exakt 4,31 Liter Benzin pro Runde verbrauchen. Um auf die Systemleistung von rund 900 PS zu kommen, setzt Porsche auf die Rekuperation von kinetischer Bremsenergie und die Nutzung des Abgasstroms, um neben dem Turbo eine weitere Turbine zur Stromerzeugung anzutreiben. Die Energie wird in Lithium-Ionen-Batterien gespeichert und liefert bei Bedarf rund 500-Extra-PS an die Vorderachse, was den 919 Hybrid zu einem temporären Allradler macht.
Drei Aero-Pakete
An das Monocoque aus Carbon wurde eine komplett neue Vorderachse montiert, die Hinterachse ist lediglich optimiert. Auf der Aerodynamik-Seite geht Porsche mit einem Novum in die neue Saison. Erstmals nutzt man alle Freiheiten des Reglements und bringt die Fahrzeuge bei unterschiedlichen Rennen mit drei speziellen Aero-Paketen an den Start. Den Anfang macht eine Version mit viel Abtrieb für die Strecke in Silverstone. Beim Langstreckenklassiker in Le Mans werden die 919 mit extrem wenig Abtrieb gefahren, um auf den langen Geraden möglichst hohe Topspeeds erreichen zu können. Auf den verbleibenden sechs Kursen im Kalender wird dann ein weiterentwickeltes Paket mit hohem Abtrieb verwendet. Unter anderem wird das auch beim deutschen Lauf am Nürburgring im August der Fall sein.
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