Volvo EX60 (2026) im Video-Test: 370 kW Laden, 611 km Reichweite
Der elektrische XC60-Nachfolger im Test: SPA3-Plattform, Google Gemini und viel skandinavische Ruhe
Nach EX30, EX40 und EX90 schließt Volvo endlich die Lücke in der Mitte: Der EX60 steht bereit. Als Nachfolger des Bestseller-XC60 trägt er einiges an Erwartung auf den Schultern – und soll gleichzeitig Komfort, Alltagstauglichkeit und moderne Technik unter einen Hut bringen. Ob das gelingt, klärt unser Praxiseindruck im Video.
Wir waren im EX60 P6 unterwegs. Ein Elektromotor an der Hinterachse bringt es auf 374 PS und sorgt für standesgemäßen Vortrieb: 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden, Schluss ist – typisch Volvo – bei 180 km/h. Wichtiger als die nackten Zahlen ist aber der Eindruck dahinter.
Der EX60 fährt souverän, ruhig und angenehm zurückhaltend. Auch bei höherem Tempo bleibt es dank guter Dämmung auffallend leise im Innenraum. Technisch basiert der EX60 auf der neuen SPA3-Plattform. Volvo setzt hier unter anderem auf Mega-Casting, was Gewicht und CO₂-Bilanz verbessern soll.
Die Batterie mit 83 kWh ermöglicht laut WLTP bis zu 611 Kilometer Reichweite. An der Schnellladesäule zeigt der Schwede, was aktuell möglich ist: Bis zu 370 kW Ladeleistung, rund 300 Kilometer in zehn Minuten, 10 auf 80 Prozent in etwa 16 Minuten – das ist derzeit Oberklasse.
Innen bleibt Volvo seiner Linie treu: viel Ruhe, klare Flächen, wenig Ablenkung. Allerdings auch kaum noch klassische Tasten – fast alles läuft über den Bildschirm. Technisch Interessierte bekommen dafür einiges geboten: ein zentrales Core-Computing-System mit Nvidia-Hardware und die Integration von Google Gemini, das Sprachbefehle deutlich natürlicher versteht als bisherige Systeme.
Für den passenden Klang sorgt ein Bowers & Wilkins Soundsystem mit 28 Lautsprechern, inklusive Einheiten in den Kopfstützen. Selbst die Sicherheitsgurte arbeiten mit und passen sich automatisch in mehreren Stufen an. Mit 2,3 bis 2,4 Tonnen bewegt sich der EX60 im üblichen Rahmen seiner Klasse.
Der Einstiegspreis für den X60 P6 liegt bei rund 63.000 Euro. Wer mehr Leistung und Allrad möchte, bekommt für etwa 3.000 Euro Aufpreis den P10 mit 510 PS und bis zu 660 Kilometern Reichweite. Später im Jahr folgt der P12 mit 680 PS und über 800 Kilometern, für 2027 ist außerdem eine Cross-Country-Variante angekündigt. Mehr Eindrücke gibt es im Video.
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