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Tatsächlicher Verbrauch: Nissan Juke Hybrid im Test

Wie viel verbraucht das kleine Hybrid-SUV mit 143 PS im realen Verkehr?

Der getestete Nissan Juke an der Tankstelle
Bild von: Fabio Gemelli
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Die zweite Generation des Nissan Juke hat mit der Einführung der 143 PS starken Vollhybrid-Version viel neue Kundschaft gefunden. Nun konnte ich ihn endlich in meinem wöchentlichen Verbrauchstest prüfen, um zu sehen, wie stark die Elektrifizierung zur Effizienz beiträgt, und zwar auch im Vergleich zum 1,0-Liter-Turbobenziner.

Tatsächlich ist der Verbrauch des Juke mit dem Vollhybrid-Antrieb viel niedriger als beim Turbo. Das zeigt der gute Durchschnittsverbrauch von nur 4,65 Liter/100 km, den ich auf meiner 360 km langen Standard-Teststrecke von Rom ins norditalienische Forlì verzeichnet habe. Mit deutschen Benzinpreisen von derzeit 1,69 Euro/Liter ergeben sich Spritkosten von 7,86 Euro/100 km.

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1,6-Liter-Hybrid sparsamer als der 1,0-Liter-Turbo

Der Nissan Juke in der Hybrid-Version ist mit den genannten 4,65 Liter/100 km sparsamer als der alte Juke 1.0 DIG-T mit 117 PS, der auf  5,00 Liter/100 km kam. Die nun getestete Version schneidet im Ranking unserer Testergebnisse in der Kategorie Vollhybrid gut ab, ohne Rekorde aufzustellen.

Fotos - Test des Nissan Juke Vollhybrid

Nissan Juke: Der Vollhybridantrieb senkt den Kraftstoffverbrauch

Das kleinste SUV von Nissan verbrauchte gleich viel wie der Toyota Corolla Cross Hybrid mit 197 PS (ebenfalls 4,65 Liter/100 km) und unterbot die Durchschnittswerte des MG ZS Hybrid+ (4,70 Liter) und Honda HR-V Hybrid (4,80 Liter).

Mehrere Vollhybrid-SUVs schnitten allerdings besser ab als der Juke. So der  Dacia Duster Hybrid 140 (4,30 Liter), der Renault Captur Vollhybrid (4,25 Liter), der Hyundai Kona Hybrid (4,25 Liter), der Suzuki S-Cross Vollhybrid (4,20 Liter), der Toyota C-HR Hybrid (4,00 Liter) und der Spitzenreiter Toyota Yaris Cross Hybrid (3,55 Liter).

Gut bei Ausstattung, Leistung, Agilität und Qualität

Bei dem von mir getesteten Fahrzeug handelte es sich um einen italienischen Nissan Juke Hybrid mit 143 PS in der Ausstattung N-Design. Zur Serienausstattung gehören neben dem Multi-Mode-Automatikgetriebe und Frontantrieb auch 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine Bicolor-Lackierung, ein 12,3-Zoll-Instrumentendisplay, ein 12,3-Zoll-Touchscreen mit kabellosem Apple CarPlay und Android Auto, ein Tempomat und eine Klimaautomatik. In Deutschland kostet die Version N-Design 35.150 Euro, während diese in Italien schon für 32.900 Euro zu haben ist.

Nissan Juke 2024

Der aktualisierte Innenraum des Nissan Juke

Extras wie das Interior Pack Midnight und das Bose-Soundsystem mit zehn Lautsprechern, von denen zwei in die Kopfstütze integriert sind, lassen den italienischen Listenpreis auf 34.100 Euro ansteigen. Dafür bekommt man ein wendiges SUV mit ordentlicher Beschleunigung, guter Verarbeitung, interessanter Ausstattung und einem Stattlichen Kofferraumvolumen. Ich persönlich hätte mir eine elektrische Heckklappe und ein Head-up-Display gewünscht, aber diese Elemente gibt es auch nicht optional.

Niedriger, aber nicht rekordverdächtiger Verbrauch

Wie immer habe ich auch den Verbrauch in typischen Verkehrssituationen ermittelt. Dabei verzeichnete ich einen recht niedrigen Kraftstoffverbrauch, auch wenn dieser nicht auf dem Rekordniveau einiger Vollhybrid-Rivalen liegt. Wie bei vielen anderen Hybriden sinkt die Effizienz des Juke auf der (italienischen) Autobahn, aber nicht auf ein besorgniserregendes Niveau.

Nissan Juke FAQ

Ob in der Stadt oder außerorts: Der Nissan Juke Hybrid ist immer sparsam

Der 46-Liter-Tank ermöglicht eine Reichweite von rund 700 km, wobei Spitzenwerte von über 1.000 km möglich sind, wenn man ideale Strecken auf Landstraßen fährt, und dabei auf ein niedriges und konstantes Tempo achtet.

Verbrauch in verschiedenen Fahrsituationen

  • Stadt-Umland-Mix: 5,6 Liter/100 km
    818 km Reichweite (errechnet)
  • Landstraße: 6,5 Liter/100 km
    703 km Reichweite (errechnet)
  • Spritspartest: 3,7 Liter/100 km
    1.242 km Reichweite (errechnet)

Aus dem offiziellen Datenblatt

  Nissan Juke 1.6 Hybrid 4AMT 143 PS
Einspeisung Hybrid (Benzin, 1.598 ccm)
Systemleistung 143 PS
Normverbrauch 4,7-4,9 Liter/100 km
CO2-Emissionen (WLTP) 111 g/km
Abgasnorm Euro 6e

Daten des Testfahrzeugs

Fahrzeug: Nissan Juke 1.6 Hybrid 4AMT 143 PS N-Design
Grundpreis: 35.150 Euro (in Italien 32.900 Euro)
Testdatum: 30. April 2025
Wetter (Abfahrt/Ankunft): heiter, 28 Grad / heiter, 22 Grad
Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke Rom-Forlì: 77 km/h
Reifen: Hankook Ventus S1 Evo 3 K127 - 225/45 R19 96W XL (EU-Label: A, B, 71 dB)

Verbrauch und Kosten

Bordcomputer-Anzeige: 4,6 Liter/100 km
An der Zapfsäule ermittelter Verbrauch: 4,7 Liter/100 km
Mittel aus diesen Werten: 4,65 Liter/100 km
Kraftstoffpreis: 1,69 Euro/Liter (Super E10)
Spritkosten: 7,86 Euro/100 km

Unsere italienischen Kollegen bieten ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse an. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen, oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.

Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).

Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke Rom-Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.

Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule.

Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert. Die Kosten berechnen wir jedoch anhand der deutschen Preise(Durchschnittskosten laut ADAC zum Zeitpunkt der Veröffentlichung).

Bei Elektroautos verwenden wir den Bordcomputer-Verbrauch und einen durchschnittlichen Strompreis von 42 Cent pro kWh (durchschnittlich gezahlter Preis für Haushaltsstrom in Deutschland im 2. Halbjahr 2023 laut Destatis). Bei Erdgas- und Autogas-Fahrzeugen wird der Durchschnittspreis von www.gas-tankstellen.de in Anschlag gebracht.

Bildergalerie: Nissan Juke Vollhybrid im Test