Fiat Grande Panda (2025) im Video: Warum kaufen und warum nicht?!
Großer Auftritt für einen kleinen Fiat
Er gehört zu den spannendsten Newcomern des Jahres: der neue Fiat Grande Panda. Mit seinem kantigen Design, das klare Anleihen beim Panda-Kultmodell der Achtziger nimmt, trifft er optisch genau ins Schwarze – modern, aber dennoch charmant retro. Der Grande Panda soll jedoch mehr als nur gut aussehen: Fiat plant mit ihm die Rückkehr in das wichtige B-Segment, das man nach dem Aus des Punto jahrelang unbesetzt ließ.
Produziert wird der Neue in Serbien, gestaltet wurde er jedoch vollständig im Centro Stile in Turin – unter Leitung von Francois Leboine. Das Ergebnis ist ein eigenständiges, rund vier Meter langes Modell, das größer als der bisherige Panda ist und auf einer anderen Plattform basiert. Angeboten wird er sowohl als Mildhybrid mit 48-Volt-Technik als auch in einer vollelektrischen Version. Damit will Fiat verschiedene Zielgruppen ansprechen – und wir haben beide Varianten genau unter die Lupe genommen.
Bildergalerie: Fiat Grande Panda (2025) im Video-Check
Platzangebot und Alltagstauglichkeit
Mit 3,99 Metern Länge positioniert sich der Grande Panda klar im Kleinwagen-Segment. Die kantige Form bringt praktische Vorteile: Der Innenraum wirkt sehr luftig, das Platzangebot – besonders auf den Rücksitzen – ist für diese Klasse beachtlich. Selbst große Personen über 1,90 Meter finden hier gut Platz. Die Türen sind großzügig geschnitten, was das Ein- und Aussteigen erleichtert.
Der Gepäckraum bietet in der Hybridversion ein gutes Volumen; bei der Elektroversion fällt er wegen des Unterflurakkus etwas kleiner aus. Die praktische Gestaltung mit seitlichen Fächern gefällt, auch wenn ein variabler Ladeboden fehlt.
Innen finden sich clevere Details wie Smartphone-Taschen an den Vordersitzlehnen. Zwar besteht die Innenverkleidung überwiegend aus Hartplastik, doch Farbwahl und Gestaltung – etwa in der RED-Edition mit blauen Metallic-Oberflächen aus recyceltem Aluminium – verleihen dem Innenraum eine wertige Note. Viele Designelemente wie die ovale Instrumententafel zitieren Fiat-Klassiker, etwa die Teststrecke auf dem alten Lingotto-Werk. Ein netter Twist für Design-Fans.
Bedienung, Ausstattung und Qualität
Fiat bleibt dem Anspruch eines „demokratischen Autos“ treu: einfache Bedienung, übersichtliche Funktionen. Die Klimaanlage lässt sich klassisch per Tasten regeln, was im Alltag Vorteile bringt. In der Mittelkonsole finden sich drei Ladeanschlüsse und zusätzliche Ablagefächer – je nach Ausstattungslinie auch mit Armlehne und geschlossenem Fach.
Die Materialien sind robust, wenn auch nicht überall perfekt verarbeitet. Fingerabdrücke auf Klavierlackflächen und teils große Spaltmaße stören etwas, sind aber angesichts der Preisklasse verschmerzbar.
Fahrverhalten: Komfort statt Sport
Im Fahrverhalten zeigt sich der Grande Panda als angenehmer City-Crossover. Die erhöhte Sitzposition sorgt für gute Übersicht, die Lenkung ist leichtgängig und direkt. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt und filtert Unebenheiten zuverlässig heraus. Auf der Autobahn bleibt das Auto für diese Klasse überraschend ruhig – die aerodynamisch optimierten Spiegel dürften dazu beitragen.
Eine Auto-Hold-Funktion gibt es nicht, und auch auf One-Pedal-Driving muss man verzichten. Dafür bietet der Modus „C“ ein entspanntes Segeln bei höherem Tempo. Beim Rangieren fehlt es der Basisversion an vorderen Parksensoren und Rückfahrkamera, was im dichten Stadtverkehr auffällt. Die Sicht nach hinten ist durch die breite C-Säule eingeschränkt.
Der Elektroantrieb im Alltagstest
Im Test fuhren wir die Elektrovariante mit 113 PS und 122 Nm Drehmoment. Der Sprint auf 100 km/h dauert 11 Sekunden – kein Sportwagen, aber vollkommen ausreichend für Stadt und Umland. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 132 km/h.
Die Verbrauchswerte lagen im Test bei rund 13,5 kWh/100 km in der Stadt, 17,6 außerorts und über 30 auf der Autobahn – was einem gemittelten Verbrauch von knapp 21 kWh entspricht. Damit sind rund 230–240 Kilometer Reichweite realistisch, je nach Fahrweise. Ein integriertes Ladekabel, das vorn im Stoßfänger verschwindet, ist eine clevere Lösung im Alltag.
Varianten, Ausstattungslinien und Preise
Der Fiat Grande Panda wird mit Hybrid- und Elektroantrieb angeboten. Die Hybridversion gibt es als Pop, Icon und La Prima für 18.990, 20.490 beziehungsweise 22.990 Euro. Die hier getestete Elektroversion ist als Variante „Red” – nicht zwangsläufig immer in Rot – für 24.990 Euro oder als „La Prima”-Ausstattungslinie für knapp 28.000 Euro erhältlich.
Im Wettbewerbsumfeld trifft der Panda auf alte Bekannte – und neue Rivalen. Der Citroën C3, technisch verwandt, ist ein direkter Gegner. Auch der Dacia Sandero, besonders als Stepway, oder der Toyota Aygo X (reiner Benziner) zählen zu den Hauptkonkurrenten. Im Bereich Elektroautos muss sich Fiat gegen den Dacia Spring, den Hyundai Inster, den Leapmotor T03 und den neuen Renault 5 behaupten.
Für alle, die jetzt neugierig geworden sind und einen noch tieferen Einblick wollen: Im ausführlichen 13-Minuten-Video nehmen wir Euch mit auf die Testfahrt, zeigen alle Details im Innenraum ganz genau und geben unser abschließendes Fazit.
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