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Audi zerlegt den neuen RS 6 bei Nürburgring-Tests

Der Super-Kombi macht einen ungeplanten Ausflug – der Fahrer trägt zum Glück nur ein angeknackstes Ego davon

Audi RS6 crash

Bild von: CarSpyMedia

Von: Adrian Padeanu

Übersetzt von: Stefan Wagner

Veröffentlicht von: Stefan Wagner

29. Apr. um 11:55 Uhr

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Aus Stückzahlen-Sicht ist der Fall klar: Audis wichtigste Premieren in diesem Jahr sind die nächste Generation des Q7 sowie der vor allem in den USA kriegsentscheidende Erstling Q9. Zudem kehrt der A2 zurück. Als reines Elektroauto. Für ihn müssen A1 und Q2 Platz machen. Aber auch die Enthusiasten kommen nicht zu kurz: Auf den neuen RS 5 folgt in Bälde der große Bruder RS 6.

Bevor der Super-Kombi ins Rampenlicht rollt (es wird voraussichtlich seit Langem auch wieder eine RS 6 Limousine geben), verleihen die Ingolstädter dem Auto am Nürburgring noch den letzten Schliff. CarSpyMedia hat den kommenden RS 6 Avant zuletzt bei Testfahrten erwischt – allerdings mit unschönem Ausgang. Während einer Nordschleifenrunde verlor der Testfahrer die Kontrolle und schlug in die Reifenbarriere ein, was zu kleineren Schäden am Entwicklungsfahrzeug führte.

Auch wenn der leichte Einschlag die Karosserie in Mitleidenschaft zog, konnte der RS 6 die Fahrt fortsetzen – wenn auch nur noch im Schritttempo. Jetzt könnte man gemein sein und fragen, in wie weit das Gewicht hier eine Rolle spielte. Klar ist: Der Wechsel auf einen Plug-in-Hybrid-Antrieb dürfte auch beim neuen RS 6 einen spürbaren Gewichtszuwachs mit sich bringen.

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Zur Einordnung: Der neue RS 5 bringt ohne Fahrer 2.370 Kilogramm auf die Waage. Der RS 6 wird allerdings größer ausfallen. Welche Maschine zum Einsatz kommt, ist weiterhin offen. Zwar spricht einiges für die Beibehaltung des V8, allein schon um die gewaltige RS 6-Fangemeinde nicht zu vergraulen. Der Prototyp klingt jedoch auffällig so, als hätte er den V6 des RS 5 an Bord.

Die akustische Dramatik eines V8 fehlt im Video so ein bisschen. Angesichts der in Europa immer strenger werdenden Vorschriften würde der Schritt zum Sechszylinder allerdings nicht überraschen, auch wenn BMW beim M5 weiterhin auf V8-Power setzt. Falls Audi den RS 6 tatsächlich auf einen Sechszylinder umstellt, müsste er allerdings stärker sein als der RS 5. Der kommt kombiniert auf 639 PS und 825 Nm Drehmoment. Der 2,9-Liter-Biturbo-V6 liefert dabei 510 PS und 600 Nm.

Beide Karosserie-Varianten des RS 6 sollen noch in diesem Jahr enthüllt werden. Hauptkonkurrent ist wie gesagt der BMW M5, der es auf 727 PS und 1.000 Nm Drehmoment bringt. Mercedes-AMG hat aktuell keinen E 63 im Programm, doch Affalterbach hat sich langfristig zu V8-Motoren bekannt.

2027 Audi RS6 Avant-Rendering von Motor1.com

2027 Audi RS6 Avant-Rendering von Motor1.com

Bilder von: Theophilus Chin | Motor1

2027 Audi RS6 Avant-Rendering von Motor1.com

2027 Audi RS6 Avant-Rendering von Motor1.com

Fotos von: Theophilus Chin | Motor1


Motor1 meint: Auch wenn der neue RS 6 durch den Plug-in-Hybrid-Antrieb zwangsläufig bleischwer wird, sind wir froh, dass Audi eine weitere Generation seines langjährigen RS-Modells bringt. Die harte Realität im Jahr 2026 ist: Elektrifizierung ist ein notwendiges Übel, um Emissionsvorgaben zu erfüllen – enttäuscht wären wir aber, wenn der V8 tatsächlich Geschichte wäre.

BMW hat es beim M5 ja auch geschafft und seien wir ehrlich: Ein Sechszylinder würde die Erfolgschancen des RS 6 drastisch schmälern. In den nächsten Monaten sollten wir diesbezüglich mehr wissen. 

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Quelle: CarSpyMedia / YouTube

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