Bugatti feiert US-Jubiläum mit 20 Hypercars und einem Unikat
Zum US-Jubiläum versammelt Bugatti 20 Kundenautos in Las Vegas und zeigt das 1.600 PS starke Einzelstück Destrier
Zwölf Händler, 353 Fahrzeuge und der weltweit größte Einzelmarkt der Marke. Für Bugatti haben sich die USA seit der Einführung des Veyron im Jahr 2006 zu einem wichtigen Absatzmarkt entwickelt. Zum 20-jährigen Jubiläum versammelte der Hersteller beim Concours at Wynn Las Vegas 20 Hypercars aus Kundenbesitz. Hinzu kam der Destrier, ein Einzelstück mit 1.600 PS.
Das Jubiläum bezieht sich auf den Start der modernen Bugatti-Marke in den Vereinigten Staaten. Seit der Ankunft des Veyron hat der Hersteller sein Geschäft dort kontinuierlich ausgebaut. Viele der in Las Vegas versammelten Besitzer begleiten Bugatti bereits über mehrere Modellgenerationen, vom Veyron über den Chiron bis zum neuen Tourbillon.
Ein Einzelstück auf Bolide-Basis
Im Mittelpunkt des Auftritts stand der Destrier. Das im August 2026 vorgestellte Fahrzeug ist die dritte Kreation aus dem Programme Solitaire. Technisch basiert es auf dem Bolide, übernimmt dessen Kohlefaser-Monocoque und den kompletten W16-Antrieb. Der Achtliter mit vier Turboladern leistet 1.600 PS.
Bei der Gestaltung entfernt sich der Destrier deutlich vom Rennstreckenmodell. Bugatti verzichtet auf dessen ausgeprägte Flügel und aerodynamische Anbauteile und setzt auf eine eigenständige Karosserie. Das Auto ist lediglich einen Meter hoch. Die Räder messen vorn 20 und hinten 21 Zoll, während der Bolide auf 18-Zoll-Rädern steht.
Die eigens entwickelte blaue Lackierung heißt "Sapphire Celeste". Poliertes Aluminium ergänzt die Außenfarbe. Im Innenraum kombiniert Bugatti braunes Leder und Nubuk mit einem dreidimensional gestrickten Textil, in das feine Kupferfäden eingearbeitet sind. Der Name Destrier bezeichnet einen Typ mittelalterlicher Ritterpferde.
Höchstens zwei Solitaire-Fahrzeuge pro Jahr
Mit dem Programme Solitaire bietet Bugatti Kunden die Möglichkeit, ein individuelles Einzelstück in Auftrag zu geben. Dabei nutzt der Hersteller vorhandene Fahrgestelle und Antriebe. Karosserie und Innenraum erhalten dagegen eine eigenständige Gestaltung nach den Vorstellungen des jeweiligen Auftraggebers.
Bugatti begrenzt das Programm auf höchstens zwei Fahrzeuge pro Jahr. Den Auftakt machte 2025 der Brouillard, dessen Gestaltung die Pferdeliebe von Firmengründer Ettore Bugatti aufgreift. Anders als bei einer besonderen Lackierung oder einer individuell zusammengestellten Ausstattung entstehen hier Fahrzeuge mit eigener Karosserie und entsprechend hohem Entwicklungsaufwand.
Jeder dritte Tourbillon für die USA
Auch für die nächste Modellgeneration bleibt der amerikanische Markt entscheidend. Nach Angaben von Bugatti soll jeder dritte Tourbillon einen Besitzer in den USA finden. Bei einer geplanten Gesamtproduktion von 250 Fahrzeugen entspricht das rechnerisch gut 80 Exemplaren. Damit setzt sich die starke Nachfrage über das Ende der W16-Ära hinaus fort.
Der Tourbillon kombiniert einen 8,3 Liter großen V16-Saugmotor mit drei Elektromotoren. Gemeinsam liefern sie 1.800 PS. Auf den Verbrennungsmotor entfallen 1.000 PS, die elektrische Unterstützung steuert weitere 800 PS bei. Zwei E-Motoren sitzen an der Vorderachse, ein weiterer an der Hinterachse.
Bugatti nennt einen Einstiegspreis von 3,8 Millionen Euro vor Steuern. Die Fertigung erfolgt in Handarbeit in Molsheim. Für die Instrumente setzt der Hersteller auf eine analoge Konstruktion mit mehr als 600 Bauteilen, die mit Schweizer Uhrmacherkompetenz entstand. Den ergänzenden digitalen Bildschirm kann der Fahrer bei Bedarf aus der Mittelkonsole ausfahren.
Quelle: Bugatti
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