BMW M 1000 RS: Hier kommt das stärkste Hyper Naked Bike der Welt
218 PS bei 196 Kilo: Die M 1000 RS bekommt den Motor der M 1000 RR, viel Carbon und einen Preis, der wenig zurückhaltend ist
Superlative sind in der PR immer gern genommen, offenbar auch bei BMW. "Das stärkste Hyper Naked Bike der Welt" nennt der Hersteller seine neue M 1000 RS. Da muss man auch liefern und BMW tut es. Hinter der Ansage stehen 218 PS, ein vollgetanktes Gewicht von 196 Kilogramm und Technik aus der M 1000 RR. Die Stückzahl fällt mit weltweit 1.000 Exemplaren immerhin überschaubar aus.
Die technische Grundlage liefert die M 1000 R mit M Competition Paket. Beim Motor greift BMW allerdings zum Aggregat des Superbikes M 1000 RR, das hier seine volle Leistung abgeben darf. Die RS verbindet das mit einer unverkleideten Bauweise und einer gegenüber dem Superbike aufrechteren Sitzposition.
Bildergalerie: BMW M 1000 RS (2026)
218 PS verlangen nach Drehzahl
Der wassergekühlte Reihenvierzylinder mit 999 Kubikzentimetern entwickelt seine 218 PS bei 14.500 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment von 113 Nm liegt bei 11.000 Touren an. Zur Technik gehört die variable Einlass-Nockenwellensteuerung ShiftCam. Wer die Spitzenleistung abrufen möchte, muss den Motor also entsprechend hoch drehen.
Rechnerisch muss jedes PS rund 0,9 Kilogramm Motorrad bewegen, bevor der Fahrer aufsteigt. Für den Sprint auf 100 km/h nennt BMW 3,2 Sekunden, als Höchstgeschwindigkeit stehen 283 km/h im Datenblatt. Den Verbrauch beziffert der Hersteller nach WMTC auf 6,5 Liter je 100 Kilometer. Der Tank fasst 16,5 Liter.
Höher sitzen, weiter nach vorn orientieren
Auch die Ergonomie fällt sportlicher aus als bei der M 1000 R. BMW kombiniert die Fußrastenanlage der M 1000 RR mit einem um 20 Millimeter höheren Sitz. Dadurch rückt die Haltung des Fahrers stärker zum Vorderrad. Die Sitzhöhe beträgt 850 Millimeter, das Heck stammt ebenfalls von der RR.
Zur Serienausstattung gehören Carbonräder, eine komplette Titan-Abgasanlage und die elektronisch geregelte Dämpfung DDC. Vorn verzögern zwei 320-Millimeter-Bremsscheiben mit radialen Vierkolben-Festsätteln. ABS Pro, Traktionskontrolle, Fahrmodi Pro und der Schaltassistent Pro gehören ebenfalls dazu. Für weniger rennsportliche Bedürfnisse bleiben Heizgriffe und Tempomat an Bord.
Viel Carbon, wenig Farbe
Optisch setzt BMW auf matte Carbonteile und einen gebürsteten Aluminiumtank. Die Carbon-Winglets tragen RS-Schriftzüge, der Sitz erhält eine Oberfläche in Alcantara-Leder-Optik samt RS-Stickerei. Dazu kommen neue Grafiken und Lenkerendspiegel. Der insgesamt dunkle Auftritt unterscheidet die Sonderversion von ihrer technischen Basis.
Das Kürzel RS steht hier für Rennsport. BMW verweist dazu auf historische Maschinen wie die RS 255 Kompressor aus den Jahren 1935 bis 1939 und die spätere RS 54. Die neue M 1000 RS soll ab März 2027 bei den Händlern stehen. In Deutschland kostet sie 40.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer.
Quelle: BMW
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