Royal Enfield Himalayan 750: Neue Reiseenduro mit klassischer Optik und moderner Technik
743 Kubik, Showa-Fahrwerk und fünf Fahrmodi sollen die neue Himalayan für lange Touren und Ausflüge abseits des Asphalts rüsten
Royal Enfield erweitert die Himalayan-Familie um eine Reiseenduro mit Zweizylindermotor. Die neue Himalayan 750 debütiert auf der EICMA 2026 mit 55 PS, einstellbarem Showa-Fahrwerk und umfangreicher Elektronik. Dazu zählen Kurven-ABS, Tempomat und fünf Fahrmodi. Bei den Rädern können Käufer zwischen Guss- und Speichenausführungen wählen.
Zehn Jahre nach der ersten Himalayan 411 ergänzt damit ein deutlich größeres Modell die Baureihe. Royal Enfield kombiniert die bekannte Gestaltung mit rundem Scheinwerfer und aufrechter Sitzposition mit einer Ausstattung, die vor allem längere Reisen erleichtern soll. Dazu gehören ein verstellbarer Windschild, getrennte Sitze für Fahrer und Beifahrer sowie verschiedene Gepäcklösungen.
Bildergalerie: Royal Enfield Himalayan 750 (2026)
55 PS aus einem luft-/ölgekühlten Zweizylinder
Der neue Reihenzweizylinder besitzt 743 cm³ Hubraum und kühlt seine Bauteile mit Luft und Öl. Er leistet 55 PS beziehungsweise 40,5 kW bei 7.000 U/min und erreicht sein maximales Drehmoment von 63 Nm bei 5.000 U/min. Laut Hersteller stehen bereits bei 3.500 U/min rund 90 Prozent des maximalen Drehmoments bereit. Das Getriebe bietet sechs Gänge.
Die neue Reiseenduro wiegt 223 Kilogramm einschließlich Hauptständer, Öl und zu 90 Prozent gefülltem Tank. Dieser fasst 17,8 Liter. Mit Serienausstattung darf die Himalayan 194 Kilogramm zuladen. Die Sitzhöhe beträgt 815 Millimeter, die Bodenfreiheit 205 Millimeter.
Für die Ergonomie bietet Royal Enfield zusätzliche Sitzvarianten an, darunter eine niedrigere Ausführung sowie Tourensitze für Fahrer und Beifahrer. Der Windschild lässt sich in fünf Positionen über insgesamt 60 Millimeter verstellen.
Showa-Fahrwerk und schlauchlose Reifen
Vorn arbeitet eine 43 Millimeter starke Showa-Upside-down-Gabel mit einstellbarer Dämpfung und 190 Millimetern Federweg. Das hintere Showa-Federbein bietet eine einstellbare Zugstufe und eine fernbedienbare Federvorspannung. Am Hinterrad stehen 175 Millimeter Federweg zur Verfügung.
Royal Enfield setzt auf ein 19-Zoll-Vorderrad und ein 17-Zoll-Hinterrad. Sowohl die Guss- als auch die Speichenräder tragen schlauchlose Reifen. Vorn verzögern zwei 280-Millimeter-Scheiben mit Zweikolben-Schwimmsätteln, hinten übernimmt eine einzelne 255-Millimeter-Scheibe. Das ABS lässt sich am Hinterrad abschalten.
Eine Sechsachsen-IMU liefert die Daten für Kurven-ABS und schräglagenabhängige Traktionskontrolle. Die fünf Fahrmodi heißen Road, Road Sport, Rain, Trail und Custom. Sie passen unter anderem die Gasannahme und die Einstellungen der Assistenzsysteme an.
Tempomat und Reiseversion mit Givi-Gepäck
Zur Ausstattung zählen außerdem ein Tempomat, Reifendrucküberwachung und ein rundes Vier-Zoll-TFT mit Navigation und Smartphone-Anbindung. Zwei USB-C-Anschlüsse versorgen Geräte mit Strom, einer davon mit bis zu 27 Watt. Ein LED-Scheinwerfer und selbsttätig abschaltende Blinker ergänzen den Umfang.
Die umfangreichste Ausführung trägt die Farbe Antarctic Silver. Sie erhält ein gemeinsam mit Givi entwickeltes Gepäcksystem mit Seitenkoffern, Topcase, Halterungen und Innentaschen. Heizgriffe, Handschützer und ein Aluminium-Motorschutz gehören ebenfalls zu dieser Variante. Zusätzlich bietet Royal Enfield weiches Reisegepäck aus der Zusammenarbeit mit Givi an.
Bestellungen nimmt Royal Enfield in Europa seit dem 3. November 2026 entgegen. Für Italien nennt der Hersteller Einführungspreise von 7.390 Euro für die Gussradversion in Aztec Green und 7.790 Euro für die Speichenradausführungen in Viking Bronze oder Siberia White. Die Antarctic-Silver-Version kostet dort 9.290 Euro. Deutsche Preise und einen konkreten Liefertermin nennt die europäische Pressemitteilung noch nicht.
Quelle: Royal Enfield
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