Kawasaki KLE650 (2027): Neue Reiseenduro mit viel Komfort und Power
Die neue Reiseenduro kombiniert den bekannten 650er-Twin mit Rallye-Optik, 21-Zoll-Vorderrad und viel Komfort. Auch eine SE-Version kommt
Kaum hat Kawasaki mit der KLE500 seine Reiseenduro aufgefrischt, legen die Japaner bereits nach. Die Kawasaki KLE650 erweitert das Adventure-Angebot für 2027 um ein größeres und stärker auf Langstrecken ausgelegtes Modell. Mit 21-Zoll-Vorderrad, klassischer Rallye-Optik und einem bekannten Zweizylindermotor soll sie gleichermaßen auf Asphalt und abseits befestigter Straßen überzeugen. Die Preise beginnen bei 8.495 Euro.
Im Vergleich zur kleineren KLE500 rückt Kawasaki bei der neuen 650er vor allem den Reisekomfort in den Mittelpunkt. Damit richtet sich das Motorrad an Fahrer, die zwar gelegentlich unbefestigte Wege unter die Räder nehmen möchten, überwiegend aber auf Landstraßen und längeren Touren unterwegs sind. Für den entsprechenden Komfort sorgen unter anderem eine großzügigere Verkleidung, eine entspannte Sitzposition und ein serienmäßiger Tempomat.
Bildergalerie: Kawasakai KLE650 (2027)
Bekannter 650er-Twin mit neuer Abstimmung
Beim Motor setzt Kawasaki auf einen alten Bekannten. Der flüssigkeitsgekühlte Reihenzweizylinder mit 649 Kubikzentimetern Hubraum bildet bereits seit Jahren die Grundlage verschiedener Modelle der Marke. Unter anderem kommt das Triebwerk in der Ninja 650 und der Versys 650 zum Einsatz. Für die KLE650 wurde es allerdings gezielt weiterentwickelt.
Elektronische Drosselklappen sowie ein angepasstes Ansaug- und Abgassystem sollen für eine gleichmäßige Leistungsentfaltung sorgen. Kawasaki verspricht vor allem im unteren und mittleren Drehzahlbereich kräftigen Durchzug, ohne dass dem Twin bei höheren Drehzahlen frühzeitig die Puste ausgeht. Gerade auf längeren Etappen könnte diese Abstimmung gut zum Charakter einer Reiseenduro passen.
Konkrete Leistungs- und Drehmomentwerte nennt Kawasaki bislang allerdings nicht. Auch beim Gewicht und weiteren technischen Eckdaten halten sich die Japaner noch zurück. Hier bleibt also abzuwarten, wie sich die KLE650 gegenüber der ebenfalls mit einem 649-Kubik-Twin ausgerüsteten Versys 650 positioniert.
21-Zoll-Vorderrad und Rallye-Optik
Die technische Basis bildet ein kompakter Gitterrohrrahmen, dessen Konstruktion sich an der kleineren KLE500 orientiert. Dazu kommen langhubige Federelemente und klassische Speichenräder mit 21 Zoll Durchmesser vorn und 17 Zoll hinten. Diese Kombination unterstreicht den Adventure-Anspruch und verspricht Vorteile auf losem Untergrund.
Auch optisch orientiert sich die KLE650 deutlich an der kleinen Schwester. Die hochgezogene Front, die vom Rallyesport inspirierte Verkleidung und die schmale Silhouette verleihen ihr einen betont funktionalen Auftritt. Im direkten Vergleich zur KLE500 fallen allerdings die großzügiger dimensionierten Verkleidungselemente auf, die auch den Windschutz verbessern sollen.
Die Sitzposition ist auf längere Etappen ausgelegt. Ein breiter, weit vorn positionierter Lenker, entsprechend angeordnete Fußrasten und eine komfortabel gepolsterte Sitzbank sollen sowohl im Sitzen als auch im Stehen eine gute Kontrolle ermöglichen. Das ABS lässt sich für Fahrten im Gelände abschalten.
Tempomat serienmäßig, SE mit Quickshifter
Bei der Elektronik bietet bereits die Basisversion einige Annehmlichkeiten. Dazu gehören die Kawasaki-Traktionskontrolle KTRC sowie eine elektronische Geschwindigkeitsregelanlage. Gerade der serienmäßige Tempomat ist in dieser Motorradklasse keine Selbstverständlichkeit und dürfte für Vielfahrer ein willkommenes Extra darstellen.
Noch umfangreicher ausgestattet ist die KLE650 SE. Hier gehören ein Quickshifter für kupplungsloses Hoch- und Herunterschalten, ein TFT-Farbdisplay und schlauchlose Reifen zum Serienumfang. Hinzu kommen ein USB-C-Anschluss, Handprotektoren, ein Aluminium-Motorschutz sowie eine höhere Windschutzscheibe.
Damit richtet sich die SE besonders an Fahrer, die längere Reisen planen und nicht erst umfangreiches Zubehör nachrüsten möchten. Der Aufpreis gegenüber dem Basismodell beträgt allerdings immerhin 1.500 Euro.
Zwei weitere Editionen geplant
Zusätzlich kündigt Kawasaki zwei Edition-Varianten an, die auf Originalzubehör basieren. Während die Rally-Version den Geländeeinsatz stärker betonen dürfte, soll die Adventure-Tourer-Ausführung vor allem zusätzliche Reiseausstattung bieten. Konkrete Details und Preise für diese beiden Versionen stehen noch aus.
Die reguläre Kawasaki KLE650 wird in der Farbkombination Metallic Matte Graphenesteel Gray/Ebony angeboten. Für die SE stehen Pearl Storm Gray/Ebony/Golden Blazed Green und Pearl Blizzard White/Ebony/Golden Blazed Green zur Wahl.
Preise und Marktstart der Kawasaki KLE650
In Deutschland startet die KLE650 bei 8.495 Euro, einschließlich Überführung werden 8.920 Euro fällig. Die besser ausgestattete KLE650 SE kostet 9.995 Euro beziehungsweise 10.420 Euro inklusive Überführung.
Interessanterweise kommt die teurere SE bereits im Februar 2027 zu den Händlern, während sich Käufer der Basisversion noch bis März gedulden müssen.
Quelle: Kawasaki
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