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Kawasaki Versys 900 (2027): Neuer Sporttourer mit richtig Dampf

Kawasaki bringt einen neuen Sporttourer mit Z900-Vierzylinder, aufwendiger Elektronik und überraschend attraktiven Preisen

Kawasaki Versys 900 2027

Bild von: Kawasaki

Christopher Otto Christopher Otto

Von: Christopher Otto

14. Okt. um 09:10 Uhr

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Kawasaki erweitert seine Versys-Familie um ein neues Modell, das vor allem sportlich orientierte Tourenfahrer ansprechen soll. Die Versys 900 kombiniert den kräftigen Vierzylinder aus der Z-Baureihe mit einem komplett neuen Fahrwerk und einer für diese Klasse bemerkenswert umfangreichen Elektronikausstattung. Ab April 2027 steht sie für 12.795 Euro beim Händler.

Die neue 900er positioniert sich zwischen den bisherigen Konzepten der Versys-Familie und setzt dabei eigene Schwerpunkte. Statt ausgeprägter Reiseenduro-Optik und Offroad-Ambitionen stehen Straßenperformance, Komfort und Agilität im Vordergrund. Das zeigt sich nicht nur am neuen Design, sondern vor allem an der technischen Basis.

Bildergalerie: Kawasaki Versys 900 2027

Kawasaki Versys 900 2027

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Quelle: Kawasaki

Vier Zylinder statt der üblichen zwei

Herzstück ist ein flüssigkeitsgekühlter Reihenvierzylinder mit 948 Kubikzentimetern Hubraum, dessen Grundkonstruktion aus Kawasakis Z-Modellfamilie stammt. In der Versys leistet das Triebwerk 122 PS (89,6 kW) bei 9.500 U/min und entwickelt ein maximales Drehmoment von 97,3 Nm bei 8.000 U/min.

Kawasaki hat die Ansaugung, Abgasanlage und Motorsteuerung auf den breiteren Einsatzbereich eines Sporttourers abgestimmt. Im unteren und mittleren Drehzahlbereich soll der Vierzylinder besonders geschmeidig ansprechen, während er oberhalb von 6.000 U/min seine sportlichen Qualitäten ausspielt. Eine vergleichsweise lange Endübersetzung reduziert das Drehzahlniveau bei Autobahnfahrten.

Kawasaki Versys 900 2027

Bild von: Kawasaki

Damit verfolgt Kawasaki einen anderen Ansatz als viele Konkurrenten, die in dieser Hubraumklasse auf Zwei- oder Dreizylindermotoren setzen. Gerade die gleichmäßige Leistungsentfaltung und Drehfreude eines Reihenvierzylinders könnten für sportlich orientierte Tourenfahrer interessante Argumente sein.

Neuer Rahmen, sportliche Fahrwerksgeometrie

Auch beim Fahrwerk handelt es sich keineswegs um eine einfache Übernahme aus dem bestehenden Modellprogramm. Kawasaki entwickelte einen neuen Stahl-Gitterrohrrahmen, dessen Konstruktion sowohl ein präzises Einlenkverhalten als auch ausreichend Stabilität bei voller Beladung ermöglichen soll.

Kawasaki Versys 900 2027

Bild von: Kawasaki

Die Gewichtsverteilung liegt bei nahezu ausgeglichenen 50:50. Dazu kommen ein Radstand von 1.550 Millimetern, ein Lenkkopfwinkel von 24,5 Grad und 106 Millimeter Nachlauf. Die 43-Millimeter-Upside-down-Gabel bietet 150 Millimeter Federweg, hinten sind es 159 Millimeter. Beide Räder messen 17 Zoll und tragen Metzeler Roadtec 01.

Vorne verzögern zwei 310-Millimeter-Bremsscheiben mit radial montierten Vierkolben-Monoblock-Sätteln. Hinten arbeitet eine 260-Millimeter-Scheibe. Mit einer maximalen Zuladung von 220 Kilogramm erreicht die Versys 900 außerdem das Niveau ihrer größeren Schwester Versys 1100.

Kawasaki Versys 900 2027

Bild von: Kawasaki

Radarassistenz mit einer wichtigen Einschränkung

Besonders interessant ist die Elektronikausstattung. Erstmals erhält ein Modell der Versys-Familie radarbasierte Fahrerassistenzsysteme. Dazu gehören ein adaptiver Tempomat, eine Frontkollisionswarnung und ein Totwinkelassistent, der über LEDs in den Rückspiegeln auf herannahende Fahrzeuge aufmerksam macht.

Allerdings trägt der Tempomat nicht ohne Grund die Bezeichnung ACC Lite. Anders als das System der Ninja H2 SX greift er nicht aktiv auf die Bremsanlage zu. Die Geschwindigkeitsanpassung erfolgt ausschließlich über die elektronische Drosselklappensteuerung. Bei stärkeren Verzögerungen muss der Fahrer deshalb selbst bremsen.

Kawasaki Versys 900 2027

Bild von: Kawasaki

Hinzu kommen eine IMU-gestützte ABS-Regelung, Traktionskontrolle und verschiedene elektronische Fahrhilfen. Ein fünf Zoll großes TFT-Farbdisplay stellt die wichtigsten Informationen dar und bietet über die Smartphone-Anbindung auch eine Pfeilnavigation. Zwei unterschiedliche Anzeigelayouts stehen zur Wahl.

Alltagstauglichkeit bleibt eine Stärke

Bei der Ergonomie setzt Kawasaki auf eine aufrechte Sitzposition mit breitem Lenker. Die Sitzhöhe lässt sich ohne Werkzeug zwischen 825 und 845 Millimetern verändern. Die Windschutzscheibe ist siebenfach höhenverstellbar und bietet insgesamt 48 Millimeter Verstellweg.

Ein 20-Liter-Tank soll ausreichende Reichweiten ermöglichen. Für längere Reisen stehen außerdem neue Seitenkoffer mit jeweils 32 Litern und ein Topcase mit 47 Litern Fassungsvermögen bereit. Das Gepäcksystem ist so konstruiert, dass sich alle drei Koffer gleichzeitig verwenden lassen.

Kawasaki Versys 900 2027

Bild von: Kawasaki

Optisch orientiert sich die Versys 900 an Kawasakis neuem "Aero Edge"-Designkonzept. Die Verkleidung fällt vergleichsweise schlank aus und verzichtet weitgehend auf die wuchtige Frontpartie klassischer Reiseenduros. Stattdessen dominieren kantige Flächen, freiliegende Rahmenelemente und ein deutlich ansteigendes Heck.

Zwei Versionen mit überschaubarem Preisabstand

Neben dem Basismodell bietet Kawasaki die Versys 900 SE an. Sie erhält zusätzliche Ausstattungsdetails wie LED-Nebelscheinwerfer, Handprotektoren, Heizgriffe, Kühlerschutz, Rahmenschutzpads, eine untere Motorverkleidung und einen Hauptständer. Interessant ist dabei der vergleichsweise geringe Aufpreis von lediglich 900 Euro.

Die Kawasaki Versys 900 kostet 12.795 Euro, die besser ausgestattete Versys 900 SE steht mit 13.695 Euro in der Preisliste. Einschließlich Überführung werden 13.270 beziehungsweise 14.170 Euro fällig.

Kawasaki Versys 900 2027

Bild von: Kawasaki

Das Basismodell erscheint in Metallic Spark Black, während Käufer der SE zwischen Plasma Lime Green/Metallic Spark Black und Firecracker Red/Metallic Carbon Gray wählen können. Beide Versionen sollen ab April 2027 in Deutschland verfügbar sein. Zusätzlich plant Kawasaki die Zubehörvarianten Tourer und Grand Tourer.

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Quelle: Kawasaki

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