Zum Hauptinhalt springen

Für eine persönlichere Erfahrung

Kawasaki KLE500 (2027): Update mit neuer automatischer Kupplung

Kawasaki spendiert der KLE500 SE eine mechanische Fliehkraftkupplung. Das erleichtert den Alltag, ganz ohne aufwendige Elektronik

Kawasaki KLE500 Smartride
Bild von: Kawasaki
Christopher Otto Christopher Otto

Automatikgetriebe, Schaltassistenten und elektronisch gesteuerte Kupplungen sind bei Motorrädern zunehmend gefragt. Kawasaki geht bei der KLE500 für das Modelljahr 2027 allerdings einen bemerkenswert einfachen Weg. Mit der neuen Smartride-Technologie soll das Anfahren und Anhalten deutlich komfortabler werden, ohne dass dafür eine aufwendige elektronische Steuerung notwendig wäre.

Die neue Technik bleibt der KLE500 SE vorbehalten, die künftig zusätzlich als Smartride-Version angeboten wird. Dahinter steckt eine kompakte mechanische Fliehkraftkupplung, die in die herkömmliche Kupplungseinheit integriert ist. Sie übernimmt das Ein- und Auskuppeln beim Anfahren und Anhalten automatisch.

Bildergalerie: Kawasaki KLE500 Smartride

Eine Kupplung, die von selbst arbeitet

Im Alltag bedeutet das vor allem weniger Arbeit für die linke Hand. Wer an der Ampel anfährt, muss die Kupplung nicht mehr gefühlvoll am Schleifpunkt dosieren. Auch beim Anhalten entfällt der Griff zum Kupplungshebel. Besonders im Stadtverkehr mit häufigem Stop-and-go dürfte das eine spürbare Erleichterung sein.

Das Interessante daran ist die technische Umsetzung. Anders als etwa Hondas elektronisch gesteuerte E-Clutch arbeitet Kawasakis Smartride vollständig mechanisch. Eine elektronische Regelung oder zusätzliche Stellmotoren benötigt das System nicht.

Kawasaki KLE500 Smartride
Bild von: Kawasaki

Ein Automatikgetriebe wird aus der KLE500 dadurch allerdings nicht. Während der Fahrt erfolgt der Gangwechsel weiterhin ganz klassisch über Schalthebel und Kupplungshebel. Smartride unterstützt also gezielt beim Anfahren und Anhalten, ohne das gewohnte Schaltgefühl grundsätzlich zu verändern.

Bewährte Technik, neue Ausstattung

Ansonsten bleibt sich die erst 2025 vorgestellte KLE500 weitgehend treu. Das kompakte Adventure-Bike setzt weiterhin auf einen Reihenzweizylinder, einen leichten Gitterrohrrahmen und eine aufrechte Sitzposition. Das große 21-Zoll-Vorderrad und der Motorschutz zeigen, dass Kawasaki bei der Entwicklung auch Fahrten abseits befestigter Straßen berücksichtigt hat.

Die neue Smartride-Ausführung bringt allerdings noch eine weitere Neuerung mit. Sie erhält schlauchlose Reifen beziehungsweise dafür geeignete Felgen. Das erleichtert insbesondere die Reparatur kleinerer Reifenpannen unterwegs und ist für ein Reisemotorrad eine durchaus sinnvolle Ergänzung.

Kawasaki KLE500 Smartride
Bild von: Kawasaki

Darüber hinaus bietet Kawasaki für sämtliche KLE500-Varianten des Modelljahres 2027 zwei Zubehörpakete an. Die Rally Edition umfasst unter anderem einen Akrapovič-Titanauspuff, eine Kühlerabdeckung, einen niedrigeren Soziussitz und einen USB-C-Anschluss.

Die Adventure Tourer Edition richtet sich dagegen stärker an Reisefahrer. Hier gehören ein Motorschutzbügel sowie zwei Seitenkoffer mit jeweils 21 Litern Volumen samt Trägersystem zum Paket.

500 Euro Aufpreis für Smartride

Preislich bleibt die KLE500 auch im neuen Modelljahr vergleichsweise bodenständig. Die reguläre Ausführung kostet 6.495 Euro ab Werk, für die besser ausgestattete SE werden 7.295 Euro fällig.

Kawasaki KLE500 Smartride
Bild von: Kawasaki

Die neue KLE500 SE Smartride steht mit 7.795 Euro in der Preisliste. Während die reguläre SE bereits seit September und das Basismodell seit Oktober 2026 erhältlich sind, soll die neue Smartride-Version im Dezember zu den deutschen Händlern kommen. Angeboten wird sie ausschließlich in der Farbkombination Pearl Blizzard White/Ebony.

Damit bietet Kawasaki eine interessante Alternative zu den zunehmend komplexen elektronischen Kupplungssystemen. Wie harmonisch die rein mechanische Lösung im Fahrbetrieb tatsächlich arbeitet, muss allerdings erst ein Praxistest zeigen.