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Benda Rock 707: Cruiser mit V2, Luftfederung, aber ohne kuppeln

73 PS, elektronische Kupplung und ein Luftfahrwerk, das die Sitzhöhe verändert: Die neue Rock 707 kostet in Deutschland 9.999 Euro

Benda Rock 707

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Christopher Otto Christopher Otto

Von: Christopher Otto

16. Sep. um 08:55 Uhr

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Ein Cruiser mit dickem 240er-Hinterreifen, V2 und Riemenantrieb klingt erst einmal ziemlich klassisch. Bei der neuen Benda Rock 707 hört das Gewohnte aber schnell auf. Sie kuppelt auf Wunsch selbst und kann per Luftfederung ihr Heck absenken. Jetzt kommt das 73-PS-Bike nach Deutschland.

Benda baut sein Angebot in Europa derzeit kräftig aus. Die chinesische Marke versucht dabei nicht nur mit günstigen Preisen aufzufallen, sondern bringt zunehmend ungewöhnliche technische Lösungen in ihre Motorräder. Die Rock 707 ist dafür ein ziemlich gutes Beispiel.

Bildergalerie: Benda Rock 707

Benda Rock 707

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Quelle: Benda

Knapp 700 Kubik und 73 PS

Im Zentrum sitzt standesgemäß ein V2. Der flüssigkeitsgekühlte Zweizylinder kommt auf 692 Kubikzentimeter und leistet 54 kW, also 73 PS, bei 8.500 U/min. Das maximale Drehmoment von 68 Nm liegt bei 6.500 Touren an. Die Kraft gelangt über ein Sechsganggetriebe und einen wartungsarmen Zahnriemen ans Hinterrad.

235 Kilogramm bringt die Rock 707 fahrfertig auf die Waage. Der Tank fasst 17 Liter. Vorne steckt eine Upside-down-Gabel von KYB, bei den Bremsen greift Benda ins Brembo-Regal. ABS und Traktionskontrolle sind ebenso an Bord wie ein Tempomat.

Benda Rock 707

Bild von: Benda

Optisch bedient die Rock ziemlich konsequent das Cruiser-Fach. Der Radstand fällt mit 1.720 Millimetern üppig aus, vorne dreht sich ein 19-Zöller. Hinten sitzt auf einer 18-Zoll-Felge ein mächtiger 240er-Reifen. Deutlich ungewöhnlicher wird es bei Kupplung und Fahrwerk.

Kuppeln kann man, muss man aber nicht

“Benda Electronic Clutch”, kurz BEC, nennt der Hersteller seine inzwischen dritte Generation der elektronischen Kupplung. Wichtig dabei: Die Rock 707 ist kein Automatik-Motorrad. Geschaltet wird weiterhin ganz normal durch die sechs Gänge.

Nur die Kupplungsarbeit kann einem das Motorrad abnehmen. Das System regelt das Einkuppeln beim Losfahren und übernimmt die Kupplung beim Gangwechsel sowie beim Anhalten. Wer lieber alles selbst macht, kann weiterhin zum Kupplungshebel greifen.

Benda Rock 707

Bild von: Benda

Gerade im Stop-and-go-Verkehr nimmt das dem Fahrer Arbeit ab. Gleichzeitig bleibt das gewohnte Schaltgefühl erhalten. Vergleichbare Ideen gibt es inzwischen auch bei anderen Herstellern, Benda kombiniert seine E-Kupplung bei der Rock 707 allerdings mit einer weiteren Besonderheit.

Das Heck geht in die Knie

Hinten besitzt der Cruiser eine elektronisch gesteuerte Luftfederung. Die kann nicht nur auf Geschwindigkeit und Beladung reagieren, sondern auch die Sitzhöhe verändern. Normalerweise sitzt der Fahrer bereits niedrige 720 Millimeter über dem Asphalt. Bei Bedarf lässt sich die Rock auf 690 Millimeter absenken.

30 Millimeter hören sich auf dem Papier nach wenig an. Beim Rangieren eines 235-Kilo-Motorrads können sie einen erheblichen Unterschied machen. Besonders kleinere Fahrer bekommen dadurch beim Anhalten leichter beide Füße auf den Boden. Während der Fahrt steht anschließend wieder der volle Federweg zur Verfügung.

Benda Rock 707

Bild von: Benda

Benda verbindet die Luftfederung mit Bilstein-Dämpfung. Damit bekommt die Rock 707 ein Fahrwerksdetail, das man in dieser Preisklasse nicht unbedingt auf der Ausstattungsliste eines Cruisers erwartet.

Viel Ausstattung für knapp 10.000 Euro

Dazu kommen LED-Beleuchtung, ein TFT-Cockpit und ein USB-Anschluss. Die Maschine erfüllt Euro 5+ und ist damit regulär für den europäischen Straßenverkehr homologiert.

Auch der Preis steht inzwischen fest. Benda Deutschland verlangt 9.999 Euro inklusive Mehrwertsteuer, dazu kommen 300 Euro Nebenkosten. Laut Hersteller sollen die ersten Maschinen ab Mitte September 2026 bei europäischen Händlern eintreffen. Deutsche Händler kündigen die Rock 707 bereits für Ende September an.

Im November bekommt der neue Cruiser dann noch einmal eine größere Bühne. Benda bringt die Rock 707 zur EICMA nach Mailand. Zwischen all den Motorrad-Neuheiten dürfte sie dort vor allem mit einer Frage Aufmerksamkeit bekommen: Wie gut funktioniert die Kombination aus klassischem V2-Cruiser und ziemlich viel Elektronik tatsächlich auf der Straße?

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Quelle: Benda

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