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Für eine persönlichere Erfahrung

Vergessene Studien: Skoda Joyster (2006)

Das Labor auf Rädern diente als Stil- und Ideenschmiede für die Skoda-Serienmodelle dieser Jahre

Skoda Joyster (2006)
Bild von: Skoda

Auf dem Pariser Autosalon 2006 präsentierte Skoda mit der Studie Joyster ein Konzeptfahrzeug, das als lebendiges Labor für Stil und Funktionalität diente. Entworfen unter der Leitung des damaligen Chefdesigners Jens Manske, richtete sich der kompakte Dreitürer speziell an ein junges Publikum sowie an junge Familien.

Das Entwicklungsziel seitens Skoda bestand darin, emotionale Werte wie Schönheit und Leidenschaft mit dem gewohnt hohen Alltagsnutzen der Marke zu verschmelzen, um das Potenzial künftiger Einstiegsmodelle auszuloten. Obwohl von Beginn an keine Serienfertigung des Fahrzeugs vorgesehen war, entwickelte sich die Studie zu einem wegweisenden Prototyp für die stilistische und praktische Ausrichtung der tschechischen Automobilmarke.

Bildergalerie: Skoda Joyster (2006)

Schon optisch setzte der Joyster markante Akzente. Dynamische Linien, eine auffällige gelbe Lackierung und muskulöse Proportionen verliehen dem Fahrzeug ein athletisches Auftreten. Durch die Kombination aus kurzen Überhängen, breiten Spurweiten und kräftig ausgeformten Radhäusern wirkte der Wagen auf den Betrachter deutlich breiter, als er nominell war.

Die weit nach vorne gezogene Gürtellinie unterstrich dabei die sportliche Silhouette. Ein besonderes konstruktives Detail stellte die zweigeteilte Heckklappe dar, deren unterer Teil in zwei Stufen geöffnet werden konnte. Neben einer ebenen Erweiterung der Ladefläche ließ sich das Element abwinkeln und in eine funktionale Sitzbank für zwei Personen umwandeln, die mit bis zu 150 Kilogramm belastbar war.

Skoda Joyster (2006)

Skoda Joyster (2006)

Bild von: Skoda

Rucksäcke inklusive

Auch der Innenraum unter dem großzügigen Panoramadach war vollkommen auf die Lebensrealität junger Autofahrer abgestimmt. Neben vier anatomisch geformten Einzelsitzen bot das Interieur zahlreiche Ablagen für moderne Alltagsbegleiter jener Ära, etwa für Digitalkameras oder Laptops.

Als besonders innovatives Detail erwiesen sich die an den Rückseiten der Vordersitze montierten Behälter, die dank integrierter Tragegurte mühelos entnommen und als Rucksäcke genutzt werden konnten. Zudem beherbergte das Armaturenbrett ein herausnehmbares Notebook: Im eingesetzten Zustand diente es der Steuerung von Fahrzeugfunktionen wie dem Audiosystem oder der Beleuchtung, während es außerhalb des Autos als mobiles Unterhaltungs- und Arbeitsgerät genutzt werden konnte.

Skoda Joyster (2006)

Skoda Joyster (2006)

Bild von: Skoda

Wenngleich der Joyster nie als eigenständiges Serienderivat auf den Markt kam, flossen zahlreiche seiner Ideen direkt in spätere Serienfahrzeuge ein. So hielt das prägnante Raddesign Einzug bei den Modellvarianten Roomster Scout und Fabia Scout. Die durchgehende Glasfläche vom Dach bis zum Heckfenster fand sich später beim Rapid Spaceback wieder, und auch die markante Form des Kühlergrills prägte fortan das Gesicht zahlreicher Skoda-Modelle.

Bildergalerie: Skoda Joyster Concept (2006)