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Jeep Wrangler: Deutschland-Aus als Neuwagen
Das Modelljahr 2027 der Gelände-Ikone soll nicht mehr zu uns kommen

Bild von: Jeep
Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
25. Sep. um 17:42 Uhr
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Eine Legende im Gelände nimmt ihren Hut: Wie das "explorer Magazin" berichtet, fällt der Jeep Wrangler aus dem Modellprogramm der Marke in Deutschland. Jeep-Europa-Chef Fabio Catone stellte bereits Anfang des Jahres in einem Interview das Ende des Wrangler in Europa in Aussicht.
Wie Sprecher von Stellantis Deutschland nun gegenüber dem "explorer Magazin" bestätigt haben, ist die Einführung des Modelljahres 2027 in Deutschland bisher nicht geplant. Zwar verfügen mitunter noch einige Vertragshändler über Bestandsfahrzeuge, Bestellungen von Neufahrzeugen seien jedoch nicht mehr möglich, obwohl der Wrangler noch im Konfigurator steht.
Bildergalerie: Jeep Wrangler (2024)

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Quelle: Jeep
2018 kam die aktuelle Wrangler-Generation nach Europa. Zuletzt stand der 4,88 Meter lange Jeep Wrangler hierzulande als 2.0 T-GDI Sahara und Rubicon in den Preislisten. Der Turbo-Vierzylinder mobilisierte 200 kW (272 PS), die Preise waren allerdings gepfeffert: 70.900 Euro für den Sahara, 72.900 Euro für den Rubicon. Hauptknackpunkt aber: bis zu 269 Gramm CO2 pro Kilometer.
Über Jahrzehnte hinweg war der Dauerbrenner aus Toledo, Ohio, die unverrückbare Messlatte für alles, was abseits befestigter Straßen unterwegs sein wollte. Markanter Sieben-Schlitz-Grill, Kastenrahmen und ein unverwechselbares Kantendesign: Der 1987 erstmals präsentierte Wrangler war nie ein glattgebügeltes Wohlfühl-SUV, sondern ein Arbeitsgerät mit Nehmerqualitäten. Wenn Stellantis nun in Europa den Stecker zieht, verliert die Autowelt einen ihrer markantesten Typen.
EU vs. Wrangler
Die Gründe für das hiesige Aus (in den USA darf er weiterleben) sind so nüchtern wie vorhersehbar. In Zeiten von strengen EU-Flottenemissionswerten, CO2-Strafzahlungen und der fortschreitenden Elektrifizierung hat es ein klassischer Verbrenner im Wrangler-Format zunehmend schwer. Zwar versuchte der Konzern in den vergangen Jahren, dem gut zwei Tonen schweren Geländewagen mittels Plug-in-Hybrid-Systemen etwas Zukunftsfähigkeit einzuhauchen, doch gegen die Physik lässt sich nur schwer argumentieren.

Der Jeep Wrangler 4xe (2020) setzte auf einen Plug-in-Hybrid
Ein solider Leiterrahmen wiegt, und Schrankwand-Aerodynamik verträgt sich auf Dauer schlecht mit immer drastischeren Verbrauchsvorgaben. Hinzu kommt der Wandel beim Käufergeschmack: Der moderne Autofahrer wünscht sich im Alltag dann doch eher leise Abrollgeräusche, sanfte Fahrwerke und üppiges Infotainment statt starrer Achskonstruktionen.
Besonders hart trifft das Deutschland-Aus die Offroad- und Globetrotter-Szene. Der Wrangler galt über Generationen als das Schweizer Taschenmesser für Fernreisende, Overlander und Umbauer. Der Zubehör-Nachmarkt bot schier unendliche Möglichkeiten, das Basisfahrzeug für die große Fahrt aufzurüsten, vom Hubdach über Spezialfahrwerke bis hin zum maßgeschneiderten Innenausbau. Eine derart vielseitige Basis lässt sich schlicht nicht eins zu eins durch ein beliebiges Crossover-Modell ersetzen.

Jeep Wrangler (2024)
Bild von: Motor1.com
Ist die Zukunft elektrisch?
Vollständig stirbt der Name laut den Kollegen vom "explorer Magazin" allerdings nicht aus. Stellantis plant, das Konzept des Wrangler in das Elektro-Zeitalter zu überführen. Zukünftige Stromer sollen mit Batterietechnik und E-Motoren an den Rädern die geländegängige Nachfolge antreten.
Ob ein leiser E-Kraxler bei den Fans allerdings dieselben Emotionen wecken kann wie ein grobschlächtiger Allradler alter Schule, muss sich erst noch zeigen. Ein erster Schritt in diese Richtung war der 2025 vorgestellte Jeep Recon.
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Quelle: explorer Magazin
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