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Das tut weh: Seltener Mazda 767B steht in Laguna Seca in Flammen

Der klassische Rennwagen mit Startnummer 203 geriet im Fahrerlager des Kurses in Brand – nun wartet eine vollständige Restauration

Screenshot des 1989er Mazda 767B mit der Startnummer 203, der im Fahrerlager von Laguna Seca in Brand geriet
Bild von: per.0.xide Instagram

Der Mazda 767B sollte eigentlich einer der Stars der Monterey Car Week sein. Stattdessen zeigt Filmmaterial aus dem Fahrerlager von Laguna Seca den Prototypen mit der Startnummer 203, wie er während der Rolex Monterey Motorsports Pre-Reunion unter einem Zelt in Flammen aufgeht – aus einer Rennwoche von der Bucket List wurde für Fans des Wankelmotors ein eher unschöner Moment.

Als das Feuer ausbrach, stand das Auto still, Helfer griffen schnell zu Feuerlöschern. Das Team Ghost Riders Squad bestätigte in einer Mitteilung, dass niemand verletzt wurde. Klar ist auch: Der privat eingesetzte 767B mit der Startnummer 203 wird die verbleibenden Sessions der Rolex Monterey Motorsports Reunion nicht mehr bestreiten können. Damit fehlt ein weiterer kreischender Vier-Scheiben-Wankel auf der Starterliste. Was bleibt sind viele Fragen zum Ausmaß des Schadens.

 

Was bislang bekannt ist

Betroffen war der Mazda 767B von 1989 mit der Startnummer 203, womit frühe Spekulationen korrigiert wurden, das Feuer habe das bekanntere Auto mit der Nummer 202 getroffen. Videos und Berichte von der Strecke stimmen darin überein, dass der Prototyp im Paddock von Laguna Seca abgestellt war, als auf der linken Seite der Motorabdeckung Flammen ausbrachen und dichter Rauch aus diesem Bereich aufstieg.

Bei diesem Exemplar handelt es sich um das Chassis 003, den dritten und letzten gebauten 767B und eines von nur drei Exemplaren von Mazdas Group-C-Prototyp. Das Fahrzeug wurde 2017 bei Gooding & Company auf Amelia Island für 1.750.000 US-Dollar (etwa 1,5 Millionen Euro) verkauft und seither von seinem aktuellen Besitzer, dem amerikanischen Unternehmer Tony McIntosh, für historische Renneinsätze vorbereitet. Berichten aus dem Fahrerlager zufolge war Brendon Leitch als Fahrer für die Hurley Haywood Trophy genannt, hatte vor dem Brand jedoch noch keine gezeitete Runde absolviert.

Mazdas Motorsportabteilung betonte, dass dieser 767B in Privatbesitz ist und nicht zur offiziellen Heritage-Sammlung des Herstellers gehört – ein wichtiger Unterschied für alle, die befürchteten, eines der werksseitigen Museumsstücke von Mazda könnte verloren gegangen sein. Das Team dankte den Streckenposten und der Crew für die schnelle Reaktion, bestätigte den Ausfall des Autos für den Rest des Reunion-Programms und versprach, dass die Nummer 203 wieder aufgebaut werde und erneut "singen" werde.

Fahrzeugidentität und Verwechslung mit dem 787B

Clips in sozialen Medien identifizierten den brennenden Prototypen zunächst fälschlich als Mazdas 787B, den Sieger der 24 Stunden von Le Mans 1991. Später dann als 767B mit der Nummer 202, bevor Medien und Beobachter vor Ort das Auto als Nummer 203 bestätigten. Die Verwirrung wurde zusätzlich dadurch verstärkt, dass der tatsächliche Le-Mans-Sieger 787B (Chassis 787B-002) in derselben Woche ebenfalls in Laguna Seca ist: Er wurde aus Mazdas Sammlung in Japan eingeflogen und ist das zentrale Exponat der JDM-Mazda-Ausstellung bei der Rolex Monterey Motorsports Reunion.

Dass sich das historisch bedeutendste Wankel-Rennauto überhaupt auf dem Gelände befand, ließ frühe Beobachter befürchten, das Feuer könnte den 787B getroffen haben. Mazda stellte daraufhin klar, dass der Brand einen anderen, kundenbesessenen 767B betraf. Nachdem diese Sorge ausgeräumt war, richtete sich die Aufmerksamkeit wieder auf den Zustand der Nummer 203. Bislang gibt es keine offizielle Ursache, abgesehen von Vermutungen über ein Problem mit Öl oder Kraftstoff in Verbindung mit Hitzestau im Bereich des Motorraums.

Das Versprechen des Teams Ghost Riders Squad, die Nummer 203 wieder aufzubauen statt sie abzuschreiben, ist wichtig, weil komplette 767B-Chassis so selten sind und eng mit der Entwicklung des Le-Mans-Siegerautos 787B verknüpft sind. Wer einen Eindruck davon bekommen möchte, wie stark Rennwagenbrände ein Wochenende verändern können, kann dies mit einem früheren Vorfall vergleichen, bei dem ein AMG-GT-Prototyp bei Testfahrten Feuer fing und die Session abrupt beendet war. Auch Laguna Seca hat bereits einiges an Dramatik erlebt, darunter einen aufsehenerregenden Unfall mit einem Nissan GT-R R34, der zu einer Klage führte.