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Mazda-Chef: Neuer MX-5 könnte auch als reines Elektroauto kommen

Masahiro Moro wünscht sich zudem ein echtes Hero-Car am oberen Ende der Produktpalette

Mazda Iconic SP im Mazda Museum in Hiroshima
Bild von: Mazda

Die Zukunft des ikonischen Mazda MX-5 steht vor einem spannenden Umbruch, wie Mazda-Chef Masahiro Moro im Gespräch mit dem Fachmagazin auto motor und sport verdeutlicht hat. Erstmals bestätigte der Unternehmensleiter offiziell, dass die nächste Modellgeneration des beliebten Roadsters auch mit einem reinen Elektroantrieb angeboten werden könnte.

Für das Entwicklerteam bei Mazda bedeutet dies eine enorme technische Herausforderung, denn der Nachfolger muss zwingend für ein Szenario ohne klassischen Verbrennungsmotor gerüstet sein. Um den typischen und leichtfüßigen Charakter des Kult-Sportwagens zu bewahren, liegt die Zielvorgabe für das Fahrzeuggewicht zwischen knapp unter 1.000 und maximal 1.200 Kilogramm.

Bemerkenswert ist dabei der Ansatz, diese Gewichtsgrenze ohne den Einsatz extrem teurer oder exotischer Materialien wie kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff zu erreichen. Moro zeigt sich zuversichtlich, dass dieser Spagat gelingt, womit ein künftiger elektrischer MX-5 nicht schwerer ausfallen würde als die aktuellen Modelle mit Verbrennungsmotor.

Kommt ein neuer RX-7 oder mehr?

Neben dem Dauerbrenner MX-5 plant der Mazda-Chef im Interview mit auto motor und sport zudem ein völlig neues Aushängeschild für die Marke. Moro wünscht sich ein echtes Hero-Car am oberen Ende der Produktpalette, das die Markenwerte optimal verkörpert. Während der MX-5 weiterhin die Säule für bezahlbare Sportlichkeit bildet, fehlt den Japanern derzeit ein emotionaler Imageträger im oberen Preissegment.

Dieses geplante Topmodell soll ausdrücklich kein Stückzahlbringer für den Massenmarkt werden, sondern ein exklusives Aushängeschild, das möglicherweise sogar in handwerklicher Manufakturfertigung entsteht.

Bildergalerie: Mazda Vision X-Coupe (2025) auf der Japan Mobility Show 2025

Diese sportlichen Visionen fügen sich in eine realistischere und pragmatischere Gesamtstrategie des Herstellers ein. Mazda hat seine Erwartungen an die weltweite Elektromobilität deutlich nach unten korrigiert. Ging man vor wenigen Jahren noch davon aus, dass Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2030 einen Umsatzanteil von 25 bis 40 Prozent erreichen würden, rechnet das Unternehmen inzwischen nur noch mit etwa 15 Prozent.

Um auf diesem Kurs flexibel und wettbewerbsfähig zu bleiben, kooperiert Mazda eng mit Partnern wie Toyota und setzt parallel weiterhin massiv auf die Weiterentwicklung von Verbrennungsmotoren sowie modernen Hybridantrieben. Ein eigenes Hybridsystem wird derzeit für den neuen CX-5 und die Modelle der großen Plattform entwickelt.

Eigene Alternative zu Elektroautos

Ein besonders innovativer Ansatz für die Verbrenner-Zukunft ist das Thema der CO2-Abscheidung direkt im Fahrzeug. In Kombination mit klimaneutralen Kraftstoffen arbeitet Mazda an Methoden, das Kohlendioxid während der Fahrt aus den Abgasen zu filtern.Solche Autos werden nach Aussage von Mazda-Chef Masahiro Moro sogar sauberer fahren als Elektroautos.

"Wir arbeiten sowohl an klimaneutralen Kraftstoffen als auch am Thema CO2-Abscheidung. Bei einer optimalen Nutzung beider Technologien könnten wir den CO2-Anfall fast komplett auf Null herunterfahren", sagt Moro im Gespräch mit auto motor und sport. "Das ist besser als das, was ein Elektrofahrzeug in einem Lebenszyklus leisten könnte."