Über 40 neue Modelle: BMW will den Markt bis 2027 fluten
Neue-Klasse-Modelloffensive geht weiter: Die Münchner haben für die nächsten 18 Monate einiges geplant
BMW ist seit mehreren Jahren der dominierende Akteur im Premiumsegment und hat Mercedes und Audi mit deutlichem Abstand hinter sich gelassen. Die Spitzenposition kam nicht zufällig zustande, sondern ist das Ergebnis einer vielschichtigen Strategie mit wichtigen Entscheidungen – etwa einer deutlich erweiterten Modellpalette und dem Festhalten an allen Antriebsarten.
Frei nach dem Motto: Never change a winning team. Auch in absehbarer Zukunft wird München weiter neue Modelle mit Benzin-, Diesel-, Plug-in-Hybrid- und Elektroantrieb auf den Markt bringen. Sogar ein Wasserstoffmodell ist in Vorbereitung. In einem für Investoren aufbereiteten Dokument sind wir auf eine interessante Folie gestoßen.
Auf neue Modelle wie den i3, iX3, das Facelift des 7er und den X5/iX5 sollen bis Ende 2027 zahlreiche weitere Fahrzeuge folgen. Auch wenn das unten angehängte Bild den Eindruck erweckt, BMW werde den Markt mit zweitürigen Sportwagen und SUVs fluten, lohnt sich der Blick ins Kleingedruckte: "Illustrative only".
Tatsächlich werden sich die Neuheiten über alle Segmente und nahezu alle Karosserieformen erstrecken. Auch 2026 steht noch einiges an, denn die nächste Generation des 3er mit Verbrennungsmotor wurde bislang nicht vorgestellt. Die Weltpremiere dürfte noch vor Jahresende stattfinden. Im selben Zeitraum wird zudem der erste iX4 überhaupt erwartet. Eine weitere Generation des X4 mit Verbrennungsmotor gilt hingegen als ausgeschlossen.
Viele neue BMW-Modelle im kommenden Jahr
Auch 2027 dürfte mit zahlreichen Modellneuheiten gut gefüllt sein. Offiziell sind bislang nur wenige Modelle bestätigt, die im nächsten Jahr erscheinen sollen. Dazu zählen der elektrische M3, der 7er mit Alpina-Emblem sowie die zweite Generation des X7, von der allgemein erwartet wird, dass daraus auch ein vollelektrischer iX7 hervorgeht. Nachdem BMW den i3 Touring bereits angeteasert hat, dürfte der elektrische Kombi irgendwann im nächsten Jahr vorgestellt werden. Gut möglich, dass er von einem weiteren 3er Touring mit Verbrennungsmotor begleitet wird.
Wenn die Erlkönigfotos ein verlässlicher Hinweis sind, wird BMW dem 5er ein Neue-Klasse-Facelift verpassen – sowohl für die Limousine als auch für den Touring und die jeweiligen M-Modelle. Wie bei allen kommenden Modellen der Bayern werden die Überarbeitungen ein grundlegend neues Cockpit mit großem Zentraldisplay und einer projektierten Anzeige über die gesamte Breite der Windschutzscheibe mit sich bringen. Da der neue X5 bereits optional einen Bildschirm für den Beifahrer bietet, könnte dieses Feature auch in den 5er kommen.
BMWs kleinstes SUV wird 2027 grundlegend verändert
Weiter unten in der Modellpalette sollen auch der X1 und der iX1 überarbeitet werden – allerdings mit einer Besonderheit. Gerüchten zufolge erhält das kompakte Crossover mit konventionellen Antrieben lediglich ein Mid-Cycle-Update, während das vollelektrische Modell das Facelift überspringt und direkt in die nächste Generation wechselt. Unternehmensnahe Quellen berichten, dass der iX1 auf eine Plattform mit Hinterradantrieb umstellen und dabei von den neuesten Entwicklungen bei Elektromotoren und zylindrischen Batteriezellen profitieren soll.
Haben wir etwas übersehen? Das kürzlich gesichtete i4 Cabrio dürfte wohl nicht vor 2028 kommen; dann erwarten wir auch die nächste Generation des X6. Das gerüchteweise gehandelte Offroad-SUV könnte bereits in einem sehr frühen Stadium gestrichen worden sein, sollte aber ohnehin erst später in diesem Jahrzehnt erscheinen.
Während BMW seine Modelle aktualisiert und erneuert, könnten einige Baureihen auch wegfallen. Der Z4 und der 8er gehören bereits der Vergangenheit an, und auch das i4 Gran Coupé scheint kein langes Leben mehr vor sich zu haben. Ein Nachfolger für den iX ist wahrscheinlich nicht geplant, da iX5 und iX7 diese Lücke problemlos füllen könnten. Auch ein weiterer 2er Active Tourer erscheint eher unwahrscheinlich. Beim XM ist die Zukunft dagegen offen.
BMW könnte bei der Einführung neuer Modelle in den kommenden Jahren noch einen Gang höher schalten. Vorstand Milan Nedeljković skizzierte in der letzten Woche einen Plan zur "Erhöhung der Entwicklungsgeschwindigkeit durch weitere Standardisierung und gemeinsame Nutzung von Konstruktionslösungen und Komponenten".
Anders gesagt: Ziel ist es, Entwicklungszyklen zu verkürzen und neue Modelle schneller auf den Markt zu bringen, während durch eine stärkere Nutzung des Teilebaukastens zugleich Kosten gesenkt werden sollen. Wo haben wir das schon einmal gehört? Ach ja, im Grunde bei nahezu allen anderen Autoherstellern.
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