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Auto-Krise immer schlimmer: BMW streicht 8.000 Jobs

Nach Volkswagen und Porsche muss nun auch BMW Personal abbauen. Die meisten Jobs sollen in Deutschland wegfallen

BMW-Vierzylinder

Jetzt erreicht der Stellenabbau auch BMW. Der Münchner Autobauer will weltweit rund 8.000 Arbeitsplätze abbauen. Der Großteil davon dürfte auf Deutschland entfallen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Unternehmenskreise.

In Deutschland sollen rund 40.000 Beschäftigte ein Angebot erhalten – fast die Hälfte der hiesigen Belegschaft. Das freiwillige Abfindungsprogramm soll im Oktober starten und bis Ende 2027 laufen. Betroffen sind Mitarbeiter außerhalb der direkten Produktion, insbesondere in Verwaltung, Forschung, Entwicklung, Planung und Management. Der Abbau soll über natürliche Fluktuation und freiwillige Abfindungen erfolgen.

Besonders stark könnte der BMW-Stammsitz in München betroffen sein. Neben der Konzernverwaltung befinden sich dort große Teile des Forschungs- und Innovationszentrums.

Abfindungen kosten BMW einen dreistelligen Millionenbetrag

Die Höhe der Abfindungen soll sich nach Einkommen und Betriebszugehörigkeit richten. Allein für dieses Jahr plant BMW dafür offenbar einen dreistelligen Millionenbetrag ein. Wie hoch die Kosten im kommenden Jahr ausfallen werden, ist noch offen.

BMW-Chef Milan Nedeljkovic und Gesamtbetriebsratschef Martin Kimmich wollen die mit dem Betriebsrat ausgehandelten Pläne heute auf einer Betriebsversammlung vorstellen. Der Konzern äußerte sich zunächst nicht zu den konkreten Zahlen des geplanten Stellenabbaus.

Nedeljkovic hat den Chefposten bei BMW erst am 14. Mai von Oliver Zipse übernommen. Nur einen Monat später musste der neue Konzernchef die Anleger und Mitarbeiter mit einer deutlichen Gewinnwarnung konfrontieren. Absatz und Gewinn dürften 2026 niedriger ausfallen als bislang erwartet.

BMW bekommt die Krise der Autobranche zu spüren

Der neue Sparkurs hatte sich damit bereits abgezeichnet. Lange kam BMW besser durch die Flaute als Volkswagen, Mercedes, Audi oder Porsche. Inzwischen bekommt aber auch der Münchner Hersteller die Probleme der deutschen Autoindustrie deutlich zu spüren.

Belastet wird das Geschäft unter anderem durch die schwache Nachfrage in China, den zunehmenden Preisdruck, US-Zölle und hohe Entwicklungskosten. Die Belegschaft war bereits vor dem neuen Sparprogramm geschrumpft. Innerhalb eines Jahres sank die weltweite Mitarbeiterzahl um rund 2.000 Beschäftigte.

Mit dem nun geplanten Abbau von rund 8.000 weiteren Stellen verschärft BMW seinen Sparkurs deutlich. Unterdessen lässt die Bundesregierung weiter keinerlei Willen erkennen, die Wirtschaft mit der Schaffung besserer Rahmenbedingungen zu stärken.