VW-Konzern meldet erneuten Gewinneinbruch – Skoda weiterhin stark
Laut Berichten sei das Konzernergebnis im zweiten Quartal 2026 um weitere 33 Prozent gesunken – die Tschechen hingegen wachsen stabil
Der VW-Konzern hat erneut einen Gewinnrückgang zu vermelden. Wie die Wolfsburger mitteilten, sank das Konzernergebnis zwischen April und Juni 2026 gegenüber dem Vorjahr um 32,9 Prozent von 2,29 Milliarden Euro auf 1,54 Milliarden Euro. Schon 2025 musste VW im selben Quartal einen Rückgang um 36 Prozent vermelden.
Damit bleibt es turbulent beim Automobilriesen aus Wolfsburg. Von etlichen Stellenstreichungen über Werksschließungen und gestrafften Modellpaletten bis hin zum Verkauf einiger Marken gab es den letzten Wochen bei VW kaum etwas, das nicht zur Debatte stand.
Markt in China weiterhin die Achillesferse
Schuld an den Zahlen ist vor allem der massive Absatzverlust in China. Dort brach VW um satte 26 Prozent auf 424.300 Fahrzeuge ein, während VW in einigen Regionen wie Europa und Südamerika zulegen konnte. VW-Chef Oliver Blume verwies zudem auf weitere Gründe wie Zölle, Kriege, geopolitische Spannungen und einen stets wachsenden Konkurrenzdruck.
Der Bild erklärte CEO Blume in den vergangenen Tage zudem, dass das Problem nicht in einer fehlenden Nachfrage liege, sondern in der Profitabilität: "Unsere Produkte sind sehr beliebt – aber wir verdienen nicht genug Geld mit ihnen. Deshalb müssen wir unsere Kosten weiter senken – über alle Kostenkategorien hinweg."
Nach eigenen Angaben rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzrückgang im Gesamtjahr 2026 von bis zu drei Prozent. Ausgegeben war eigentlich ein Wachstum von ebenfalls drei Prozent. Bei der Gewinnmarge hingegen wird nicht korrigiert: Hier bleibt das Ziel unverändert bei angenommenen vier bis 5,5 Prozent.
Skoda zeigt, wie es geht
Während tausende Jobs auch bei Audi und Porsche gestrichen werden sollen, zeigt Skoda, wie es auch gehen kann. Die tschechische Tochter vermeldet für das erste Halbjahr 2026 ein starkes Finanzergebnis mit Rekordauslieferungen bei den Elektrofahrzeugen.
Die weltweiten Auslieferungen stiegen um 9,1 Prozent auf 555.700 Fahrzeuge, der Umsatz legte ebenfalls um 6,3 Prozent auf 16 Milliarden Euro zu. Damit erhöht sich der Betriebsgewinn bei Skoda um 6,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.
Einen starken Beitrag liefert bei den Tschechen die BEV-Sparte: Hier stiegen die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr um satte 48,3 Prozent. Damit hat Skoda weltweit den eigenen Rekordwert von 108.200 Fahrzeugen erreicht. Zudem stiegen auch die Auslieferungen in Indien um 7,4 Prozent auf 35.700 Fahrzeuge. Enyaq, Elroq und Co sorgen vor allem in Europa weiterhin für starke Absätze und dem zweiten Platz im Automarken-Ranking.
China stellt dabei offenbar kein Problem für die VW-Tochter dar. Nach drastischen Abstürzen von 341.000 Fahrzeugen 2016 auf 15.000 Fahrzeuge 2025, wird sich der Hersteller zur Jahresmitte komplett aus dem Markt zurückziehen.
Auch Seat und Cupra vermelden positive Bilanzen. Die Spanier teilen ein stabiles Wachstum beim Umsatz mit. Der liegt mit 1,3 Prozent über dem Wert des ersten Halbjahres 2025 bei 7,7 Milliarden Euro. Damit liegt der Gewinn mit 122 Millionen Euro 84 Millionen Euro über dem Vorjahreszeitraum. Cupra steuert mit dem Raval die beste Markteinführung der Marke bei, zudem stiegen die Kundenbestellungen für vollelektrische Fahrzeuge im zweiten Quartal um 85 Prozent.
Quelle: Die Zeit, tagesschau, Skoda
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