Audi prüft ein robustes Offroad-SUV
Audi-Chef Gernot Döllner sagt, dass man beim Offroad-Thema mitmischen will
Unsere US-Kollegen von Motor1.com hatten Gelegenheit an einem Roundtable-Gespräch mit Audi-Chef Gernot Döllner teilzunehmen. Neben überraschenden Aussagen zu einem möglichen R8-Nachfolger sprach Döllner auch über den Einstieg ins Offroad-Segment.
„Die USA sind nicht ein einziger Markt“, sagt der CEO. Er erklärt, dass bestimmte Modelle, die in Kalifornien gut funktionieren, in Nebraska nicht unbedingt ankommen. Eines, das sowas allerdings könnte, wäre ein robusteres SUV – etwas, das Audi laut Döllner derzeit aktiv „prüft“.
Geländetaugliche Fahrzeuge sind ein lukratives Geschäft. In den USA zeigen Kunden und Händler etwa großes Interesse an abenteuerorientierten Fahrzeugen wie der Hondas Trailsport-Familie oder Subarus Wilderness-Modellreihe. Dass Mercedes extrem vom Erfolg der G-Klasse profitiert und Land Rover sehr gut vom Defender lebt, dürften Sie auch mitbekommen haben.
Audi selbst hat die Idee eines hemdsärmeligeren Modells bereits ausgelotet. Im vergangenen Jahr stellte man das Q6 E-Tron Off-Road Concept mit 16,0 Zentimetern zusätzlicher Bodenfreiheit und einer um 24,9 Zentimeter breiteren Spur als bei einem serienmäßigen Q6 e-tron vor. Die extreme Studie geht klar an die Grenzen – doch es gäbe durchaus Möglichkeiten, diese Modifikationen für ein Serienmodell deutlich pragmatischer umzusetzen.
Audi Q6 E-Tron Offroad-Konzept
Inspiration durch Bentley?
Audi muss dafür nicht weit schauen: Bei der Konzernschwester Bentley gibt es bereits neue Impulse. Die britische Luxusmarke zeigte kürzlich ein Offroad-taugliches Bentayga-Konzept. Selbiges weckte wohl bei Kunden wie Händlern den Wunsch, das Ganze in Serie zu sehen.
Für Audi könnte aber in einem ersten Schritt auch eine neue Offroad-orientierte Ausstattungslinie für die SUV-Modelle ein unkomplizierter Einstieg sein, um zusätzliche Erlöse zu generieren.
Motor1 meint: Bei Audi debattiert man schon länger über einen echten Offroader. Dass solche Fahrzeuge großes Potenzial haben, sieht man unter anderem beim Mercedes G. Eine Plattform für ein richtiges Gelände-Monster müsste man sich aber wohl erst ranschaffen.
Ein erster Testschritt wäre, an bestehenden SUVs Fahrwerke leicht anzupassen, grobstollige Reifen zu montieren und das Ganze unter einem neuen Ausstattungslabel zu verkaufen. Die Kundschaft mag ein geländetauglich aussehendes Fahrzeug – selbst wenn es am Ende nie wirklich dreckig wird.
Würde man dieses Rezept auf die SUV-Palette von Audi übertragen, könnte das ein einfacher Hebel sein, um die Marge des Herstellers zu verbessern.
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