Seat/Cupra-CEO Wayne Griffiths verlässt das Unternehmen
Dieser Schritt kommt angesichts guter Zahlen ziemlich überraschend
Wayne Griffiths, CEO von Seat und Cupra, hat beschlossen, das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. März 2025 zu verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Seit seiner Ernennung zum CEO im Jahr 2020 hat Wayne Griffiths die Entwicklung der Marke Cupra entscheidend mitgestaltet.
Unter seiner Führung wurde Cupra zu einer eigenständigen Marke innerhalb des Volkswagen-Konzerns und ist heute eine der am schnellsten wachsenden Automarken in Europa. Ein bedeutender Meilenstein während seiner Amtszeit war die Markteinführung des ersten rein elektrischen Modells der Marke, des Cupra Born, im Jahr 2021. Letzte Neuheit unter seiner Ägide war der Terramar.
Bildergalerie: Cupra Terramar eHybrid (2025) Fahrbericht
Thomas Schäfer, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Kernmarke Gruppe & CEO der Marke Volkswagen und Aufsichtsratsvorsitzender von Seat und Cupra, sagt: "Wayne Griffiths hat beim Aufbau der Marke Cupra und der Restrukturierung des Unternehmens großartige Arbeit geleistet. Sein Verständnis für die Marke ist bemerkenswert. Er ist im besten Sinne ein echter Autonarr. Wir danken ihm für seinen hervorragenden Beitrag und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft."
Markus Haupt, Executive Vice-President Production & Logistics der SEAT S.A., wird die Leitung des Unternehmens interimistisch übernehmen, wobei ein Nachfolger zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben wird.
Der Schritt von Griffiths samt der sofortigen Wirkung überrascht, da Seat und Cupra gut dastehen: Im vergangenen Jahr erzielte die Gruppe nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) einen Rekordbetriebsgewinn von 633 Millionen Euro, was einem Anstieg von 1,3 Prozent gegenüber 2023 entspricht. Der Jahresumsatz stieg ebenfalls auf einen Rekordwert: Er betrug 14,5 Milliarden Euro – 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr.
"Nach einem sehr intensiven Jahr haben wir das beste Finanzergebnis unserer Geschichte erzielt. Die Rekordzahlen von 2024 sind das Ergebnis unserer Bemühungen der vergangenen fünf Jahre, eine profitablere Zukunft für unser Unternehmen aufzubauen", so Griffiths damals. "Es ist jedoch klar, dass die dreifache Herausforderung durch den aktuell schwächeren Elektrofahrzeug-Absatz, den zunehmenden Wettbewerb aus China und eine instabile Zolllandschaft erheblich ist und bei unserer Zukunftsplanung mehr Flexibilität erfordert."
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