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Cupra wird in den USA eigene Ausstellungsräume haben

Zunächst soll es etwa 20 so genannte Cupra City Garagen geben

Cupra

Scout ist nicht die einzige Marke des Volkswagen Konzerns, die in die Vereinigten Staaten kommt. Der Seat-Ableger Cupra wird bis zum Ende dieses Jahrzehnts in die USA kommen. Laut CEO Wayne Griffiths wird die spanische Marke, die erst vor sieben Jahren ins Leben gerufen wurde, ihren eigenen Hauptsitz haben und außerhalb der Volkswagen Group of America agieren. Auch separate Ausstellungsräume sind geplant.

Der Chef des Unternehmens sagte gegenüber Automotive News, dass bis zu 20 so genannte Cupra City Garages in den USA eröffnet werden sollen, insbesondere an der Ost- und Westküste sowie in den Sun Belt-Staaten. Um die Dinge zu beschleunigen, geht Cupra eine Partnerschaft mit Penske ein, um die Ausstellungsräume zu eröffnen. Diese Strategie unterscheidet sich von der von Scout, die darauf abzielt, Autos direkt an die Käufer zu verkaufen. 

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Ursprünglich sollte Cupra als reiner Elektroautohersteller nach Amerika kommen, aber das wird nicht mehr passieren. In einem Interview mit Motor1 Ende letzten Jahres sagte Griffiths, dass es neben Elektromodellen auch Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und sogar reine Verbrenner geben werde. Anstatt nur in Europa verkaufte Autos anzubieten, möchte Cupra eine stärker auf die USA ausgerichtete Produktpalette anbieten, einschließlich eines Autos, das vor Ort montiert wird.

Das könnte im VW-Werk in Chattanooga der Fall sein, auch um mögliche Strafzölle zu umgehen. Auf welcher Basis der große US-Cupra entstehen könnte, ist noch unklar. Vielleicht Tayron? In Chattanooga werden unter anderem der große Atlas und der Atlas Sport gebaut.

Die Designsprache wird derjenigen der in Europa verkauften Fahrzeuge ähneln. Um jedoch dem amerikanischen Geschmack besser gerecht zu werden, werden die auf die USA ausgerichteten Modelle größer und damit geräumiger sein. Interessanterweise sagte Griffiths, dass das Auto, das Cupra in Nordamerika bauen wird, auch exportiert werden wird. Bei der Markteinführung von Cupra in den USA wird nur ein Modell verfügbar sein, ein zweites soll innerhalb der nächsten 12 Monate auf den Markt kommen.

Mittelfristiges Ziel ist es, jährlich etwa 100.000 Einheiten zu verkaufen. Zum Vergleich: Volkswagen of America hat im vergangenen Jahr 379.178 Autos verkauft, 15,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Cupra lieferte im Jahr 2024 weltweit 248.100 Einheiten aus, was einem Anstieg von 7,5 Prozent gegenüber 2023 entspricht.

Cupra hat derzeit sieben Modelle in seinem wachsenden Portfolio, wobei Crossover das Angebot dominieren. In Europa und anderen Märkten ist jedoch weiterhin der Leon erhältlich, ein kompaktes Schrägheckmodell, das mit dem VW Golf verwandt ist. Es gibt ihn auch als Kombi, komplett mit einer leistungsstarken VZ-Version mit über 300 PS und Allradantrieb.