Seit dem 403 sind die Mittelklasse-Modelle der Marke Peugeot immer zur Legende gereift. Auch aufgrund ihrer Beliebtheit: Allein rund 1,7 Millionen Einheiten des 406 sprechen für sich. Umso schwieriger für den Nachfolger, an diesen Erfolg anzuknüpfen. Im April 2004, also vor gut 20 Jahren, begann der Verkauf des 407.

Kontroverse ums Design

Doch seine Optik sorgt für Diskussionen: Einige halten die Gestaltung für zu wuchtig, sprechen gar von "Panzer". Das Design des Wagens ist sehr geschwungen, was das Design des 407 mehr mit dem des kleineren Peugeot 307 in Einklang bringt. Sein "Gesicht" hat wütend aussehende Augen und einen großen Mund. Diese Veränderungen gegenüber dem eher konservativen Aussehen der Vorgängermodelle haben sowohl Fans als auch Kritiker.

Bildergalerie: Peugeot 407 (2004-2011)

Zum Start gibt es den mindestens 1.475 Kilogramm schweren 407 einen 1,8-Liter-Benziner mit 116 PS Leustung, darüber den 2.0 mit 136 PS und den 2.2 mit zunächst 158 PS. Sogar einen Sechszylinder gibt es: Der 3.0 V6 mit 211 PS. Gern genommen werden die modernen HDi-Diesel zwischen 109 und 163 PS. Auch hier gibt es einen V6. Er leistet 204 PS aus 2,7 Liter Hubraum. Ab 2009 ersetzt ihn ein 3,0-Liter mit 240 PS.

Frankreich statt Italien

Zum vermutlich schönsten 407 wird ab Dezember 2005 das Coupé. Es wird nicht wie die Vorgängerbaureihe bei Pininfarina in Turin, sondern mit der Limousine bei Peugeot in Rennes gefertigt. Das 4,82 Meter lange 407 Coupé kennzeichnet sowohl seine stilvollen Formen als auch sein praktischer Nutzen. Mit leistungsstarken Motoren und hochwertiger Ausstattung knüpft das 407 Coupé an die lange Tradition luxuriöser und sportlicher "Grand Tourisme"-Zweitürer der Löwenmarke an.

Für Vortrieb sorgt ein Sechszylinder-Diesel mit Bi-Turbo-Aufladung, der bei einer Leistung von 177 kW (240 PS) mit 6-Gang-Automatik kombiniert lediglich 7,2 Liter/100 km verbraucht. Alternativ steht auch ein Vierzylinder-Diesel zur Verfügung, der über 120 kW (163 PS) verfügt und sich durchschnittlich mit 5,4 Liter Verbrauch begnügt.

Peugeot 407 (2004-2011)

Peugeot 407 Coupé

Eine Ausnahmestellung hat der elegante Viersitzer auch in punkto Ausstattung inne. Ob Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Ledersitze, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht, Parksensoren oder JBL-Soundsystem – alles ist serienmäßig.

Besonders beliebt ist der große Station Wagon, kurz SW, der jetzt nicht mehr – wie sonst bei PSA üblich – Break heißt und optisch sportlicher als das Stufenheck erscheint. Er kann mit einem besonders großen Glasdach bestellt werden, das den Innenraum heller wirken lässt.

Zwei Facelifts

Im Juni 2006 erhält der Peugeot 407 eine erste Modellpflege. Äußerlich ist dies nur am erneuerten Kühlergrill mit verchromten Querstreben und einem neuen Felgendesign zu erkennen. Die höchste Ausstattungsvariante "Platinum" erhält in Wagenfarbe lackierte Stoß- und Seitenleisten. 

Das große Facelift der Baureihe kommt im September 2008. Es beinhaltet äußerlich vor allem neue Heckleuchten mit weißen Blinkern bei der Limousine und Heckleuchten im Wabendesign beim Kombi.

Peugeot 407 (2004-2011)

Peugeot 407 (2004-2011)

Die Limousine erhält außerdem einen geänderten Heckstoßfänger mit weiter nach unten versetztem Kennzeichen. Auch der Kombi bekommt eine leicht modifizierte Heckschürze. Die Rückfahrsensoren sind fortan nicht mehr aufgesetzt, sondern bündig in den hinteren Stoßfänger integriert. Alle Ausstattungslinien weisen in Wagenfarbe lackierte Stoß- und Seitenleisten auf. Ergänzt wird die Ausstattung durch eine optimierte Klimaautomatik, neue Telematiksysteme und eine Einparkhilfe vorn.

Durchwachsene Zahlen

Im Dezember 2010 stellt Peugeot die Produktion von Limousine und Kombi ein. Die Nachfolge tritt im Januar 2011 der Peugeot 508 I an. Das 407 Coupé läuft noch bis Dezember 2011 vom Band, bekommt allerdings kein Nachfolgemodell. Die Erfolgsbilanz des 407 ist durchwachsen: 896.400 Exemplare entstehen in etwas mehr als sechs Jahren. Also nur knapp die Hälfte dessen, was der Vorgänger erzielt.

Filmische Bekanntheit erlangt der Peugeot 407 vier Jahre nach seiner Premiere im französischen Kino-Hit "Willkommen bei den Sch'tis". Auch in zwei Teilen der Taxi-Reihe tritt er auf.