Der neue Amarok hat seine Volkswagen-Architektur verloren und ist nun ein umgelabelter Ranger. Aber Ford verkauft in einigen Märkten auch eine SUV-Version namens Everest, während die Wolfsburger kein solches Produkt im Programm haben. Allerdings hat das VW-Designteam während der Entwicklung des Pick-ups die Idee eines SUVs auf Truck-Basis mit dem Namen Amarok erwogen.

Albert Kirzinger, Leiter Design bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, veröffentlichte auf LinkedIn eine offizielle Designskizze eines SUV-ifizierten Amarok. Ein solches Modell wäre der neuen Scout-Marke von robusten Pick-ups und SUVs vorausgegangen, die 2026 auf den Markt kommen soll. Wahrscheinlich wäre es billiger gewesen, wenn man bei den Verbrennungsmotoren geblieben wäre, während die neuen Scout-Modelle ausschließlich elektrisch betrieben werden.

Ford Everest (2023)

Ford verkauft den Everest übrigens nicht in den USA, das das Modell dort dem Bronco Konkurrenz machen würde. VW hingegen hätte mit einem SUV auf Pick-up-Basis keine derartigen Probleme, da der Atlas eine selbsttragende Karosserie hat und daher für den Einsatz auf der Straße gedacht ist. Leider hat sich das Blatt trotzdem gewendet, denn ein Amarok-SUV wurde bereits im Juli 2022 von Volkswagen Nutzfahrzeuge-Marketingvorstand Lars Krause ausgeschlossen. Später im selben Jahr wurde dann ein Everest-Prototyp bei Testfahrten auf amerikanischem Boden gesichtet, aber seither gab es keine Neuigkeiten mehr von dieser Seite.

Die Amerikaner können also anscheinend nicht genug von diesen Geländewagen bekommen, und ein Amarok mit geschlossener Ladefläche könnte ein Selbstläufer sein. Wir sind uns jedoch sicher, dass Ford nicht will, dass VW die Verkäufe des Bronco kannibalisiert. Nachdem der Everest für die USA ausgeschlossen wurde, sind die Chancen für einen Amarok-SUV in den USA also gering. Stattdessen werden sich die neuen Scout-Modelle an Outdoor-Fans richten, die auf der Suche nach einem emissionsfreien Abenteuer sind.

Obwohl Ford den Amarok in seiner Silverton-Fabrik in Pretoria, Südafrika, fertigt, wird das auf VW-Basis gebaute Modell der ersten Generation immer noch in Pacheco, Argentinien, für die südamerikanischen Regionen produziert. Es wird sogar noch in diesem Jahr aktualisiert, was bedeutet, dass VW nicht die Absicht hat, den alten Truck in absehbarer Zeit auslaufen zu lassen.