Alfa Romeo und Ferrari gehören ja irgendwie zusammen seit Enzo Ferrari in den 1920er-Jahren für die Alfa-Mannschaft Rennen fuhr. Es ist also nur logisch, dass jemand einen Ferrari 360-Motor in einen klassischen 2000 GT Veloce einbaut, oder? Aber das war sicher kein einfaches Projekt ...

Ein Australier namens Jeff, begann mit einem rostigen Alfa Romeo von 1973, der neue Karosserieteile hinter der B-Säule benötigte. Am Ende wurde alles etwas umfangreicher und vier Jahre gingen ins Land. Die Beschaffung des Motors war dabei einer der einfacheren Aufgaben. Er fand das Aggregat bei einem Schrotthändler für exotische Autos in Adelaide, so dass keine neuwertigen 360er für den Bau des Projekts geopfert werden mussten. Offenbar ist es also billiger, einen 3,6-Liter-V8 des Tipo F131 zu kaufen, als umfangreiche Modifikationen an dem ursprünglichen 2,0-Liter-Vierzylindermotor vorzunehmen.

Der Einbau des Ferrari-Motors in den Alfa war dann eine weitaus größere Herausforderung. Das Triebwerk ist nicht viel länger als der ursprüngliche Vierzylinder, aber es ist breiter und höher. Jeff sagt, dass an vielen Stellen nur etwa ein Zentimeter Spielraum vorhanden ist. Er hat eine maßgeschneiderte Stahlhaube mit einem durchsichtigen Teil in der Mitte, um alles zu zeigen.

Nun könnte man meinen, er würde ein Ferrari-Getriebe verwenden, aber da es sich um eine Frontmotor-Anwendung des normalerweise in der Mitte montierten V8 handelt, musste Jeff kreativ werden. Das Getriebe stammt deshalb aus einem Subaru BRZ. Und diese Gangbox muss normalerweise weniger als 250 PS und deutlich weniger Drehmoment aushalten. Der Ferrari-Motor leistet hingegen rund 400 PS. Aber BRZ-Getriebe werden oft Leistungssteigerungen ausgesetzt und gehen selten kaputt. Jeff schätzt, dass der Motor rund 300 PS an den Rädern leistet. Ein gesundes Upgrade gegenüber dem ursprünglichen Vierzylinder, der rund 130 PS an der Kurbelwelle erzeugt.

Übrigens plant Jeff, das Auto als Alltagsfahrzeug zu nutzen. Es verfügt sogar über eine Klimaanlage und einen Tempomat, ist also für diese Aufgabe bestens gerüstet. Er kümmerte sich um die gesamte Polsterung, einschließlich der Nähte der Sitze und Türverkleidungen in einem Streifenmuster, das vom klassischen Ferrari Daytona inspiriert ist. Das Ding sieht großartig aus.

Leider bekommen wir den Motor in diesem Video nicht zu hören. Das Triebwerk verfügt über fünf Ventile pro Zylinder und ein Paar Nockenwellen für jede Zylinderreihe. Die Spitzenleistung wird bei 8.500 U/min erreicht. Der Motor könnte also wirklich schreien ...