Die Tage von Lamborghinis mit reinrassigen Benzinmotoren sind gezählt. Noch in diesem Jahr werden sich die Damen und Herren aus Sant'Agata Bolognese vom Verbrenner als einziger Antriebsquelle verabschieden.

Es wurde bereits bestätigt, dass die Nachfolger von Huracán und Aventador Hybride sein werden, und auch der Urus wird mit dem in Kürze anstehenden Facelift einen teilelektrifizierten Antriebsstrang erhalten. Alle drei Modellreihen sollen bis 2024 auf Hybridantrieb umgestellt sein.  Der erste reine Elektroantrieb wird allerdings noch eine Weile auf sich warten lassen.

In einem Interview mit Autocar Anfang des Jahres kündigte Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann an, dass das erste vollelektrische Fahrzeug der Italiener 2028 als 2+2-Sitzer auf den Markt kommen wird. Das britische Magazin spekulierte damals, dass es sich wohl um einen Crossover handeln müsse, vermutlich etwas kleiner als der Urus.

Betrachtet man die Sitzanordnung, dürfte das Auto ein geistiger Erbe des Urraco sein. Seinen letzten 2+2-Gran Tourer verkaufte Lambo von 1972 bis 1979. Es entstanden weniger als 800 Exemplare.

Wir schauen jetzt einfach mal ein bisschen in unsere Kristallkugel und versuchen, herauszufinden, wie der erste Lamborghini ohne Benzinmotor denn in etwa aussehen könnte. Der Name, den wir für diese digitale Designübung gewählt haben, lautet "Revuelto". Wie kommt's? Nun eine Patentanmeldung beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO), die Lamborghini vor einigen Monaten vornahm, deutet darauf hin. Es wäre ein weiteres Modell ohne Stiernamen.

Das Styling des kantigen Crossovers orientiert sich an der super futuristischen Studie Terzo Millennio sowie am streng limitierten Sondermodell Sián FKP 37. Natürlich ist das Jahr 2028 noch lange hin und bis dahin kann sich noch viel ändern, aber wir gehen davon aus, dass der Crossover auf einer speziellen Elektro-Plattform aufbauen wird. Kurze Überhänge scheinen gesetzt, um den Radstand zu maximieren. Allerdings sagte Winkelmann ja, dass es sich eher um einen 2+2 als um einen echten Viersitzer handeln wird. Es ist also davon auszugehen, dass die Beinfreiheit im Fond überschaubar ausfällt.

Ein geräumigeres Elektroauto für die ganze Familie wird kommen, denn die zweite Generation des Urus, die gegen Ende des Jahrzehnts erscheinen soll, wird nicht mehr auf den Biturbo-V8 zurückgreifen.

Wenn synthetische Kraftstoffe in den kommenden Jahren nicht an Bedeutung gewinnen, wird Lamborghini in den frühen 2030er Jahren ein rein elektrisches Modellportfolio anbieten. In der Zwischenzeit steht ein leistungsstärkerer Urus mit Benzinmotor in den Startlöchern. Noch vor Ende des Jahres wird ihm der Huracán Sterrato mit V10-Saugmotor folgen.

Bildergalerie: Lamborghini Elektro-Crossover (2028), Rendering von Motor1.com