Vor kurzem hat Mazda ein neues SUV mit sieben Sitzen angedeutet, das mit einer Länge von "nur" 4,7 Metern viel kompakter als der CX-9 sei. Sein Name? CX-80. Ihnen kommt diese Nomenklatur ziemlich bekannt vor? Dann liebt das daran, dass sie schon einmal von einem anderen japanischen Hersteller verwendet wurde ...

Es war das Jahr 1979. Toyota stellte auf der Tokyo Motor Show ein ungewöhnliches und vor allem kanariengelbes Auto mit Schrägheck vor, auf dessen Nummernschild der Satz stand: "CX-80 – Ein Stadtauto der Zukunft".

Toyota CX-80 (1979)

Der Hintergrund

Der auch als FCX-80 bekannte 3,5 m lange Kleinwagen für den urbanen Einsatz ergänzte die damaligen Modelle Corolla, Carina und Corona. Die Gründe für seine Existenz ergaben sich aus den Bedürfnissen der Autofahrer. In den 1970er-Jahren hatten sie nämlich erkannt, dass ein wirklich praktisches Auto nicht riesig sein musste und daher eine geringere Länge als eine Limousine haben sollte.

Hinzu kam die Wirtschaftskrise von 1973 und die Kosten für den Kauf und den Unterhalt eines Autos wurden logischerweise immer wichtiger. Ein Beweis dafür war der sofortige Erfolg des VW Golf, der 1974 auf den Markt kam und den Weg für Kompaktwagen ebnete. Die Amerikaner, die für ihre übergroßen Limousinen berühmt waren, folgten mit dem Plymouth Horizon. Und da wollten die Japaner logischerweise nicht hinter den Rest zurückfallen.

Концепт Toyota CX-80, интерьер

Avantgardistische, aber minimalistische Lösungen

Um den CX-80 für das Stadtleben tauglich zu machen, hatte Toyota eine Reihe sehr interessanter Ideen. Angefangen bei den Türen mit verdeckten Scharnieren und ohne vordere Säulen. Und dann der ebene Innenboden, denn die Studie wurde mit Frontantrieb konzipiert. Der bei Mitteltunnel konnte also verschwinden. Er hatte auch keine traditionelle Mittelkonsole und besaß zusätzlich zu den Tasten auf dem Armaturenbrett einige Knöpfe zwischen den beiden Sitzen.

Концепт Toyota CX-80 в три четверти сзади

Warum wurde er nie produziert?

Man könnte sagen, dass der CX-80 nie das Fließband erreicht hat, weil er zu futuristisch war und nicht den Geschmack der Kunden traf. Viele Besucher der Tokyo Motor Show 1979 waren skeptisch gegenüber dem Design von Toyota.

Es war jedoch nicht alles verloren, denn der CX-80 hatte später so etwas wie einen Erben: den Honda City der ersten Generation. Er wurde zwischen 1981 und 1986 produziert. Neben einem gewagten Äußeren und einer Länge von 3,3 Metern (20 Zentimeter kürzer als das Toyota-Konzept) waren es die lebhaften Außenfarben, die unnachahmlichen 80er-Jahre-Töne der Innenverkleidung und das halbdigitale Armaturenbrett, die das Gesamtbild abrundeten.

Honda City (1981)
Motocompo

Einige Versionen waren sogar mit dem 50-ccm-Roller namens Honda Motocompo ausgestattet, der speziell für den winzigen Kofferraum des City entwickelt worden war. Er konnte jederzeit genutzt werden, um sich durch den stockenden Verkehr zu schlängeln. Ideen, die heute gerne auch hin und wieder als "neu" verkauft werden.

Bildergalerie: Toyota CX-80 (1979)