Massive Änderungen scheinen aber auszubleiben

Es war im September 2018, als Mercedes die aktuelle Generation des GLE vorstellte, und es scheint, als hätte es der Stern etwas eilig, dem noblen SUV zur Mitte des Zyklus ein Update zu verpassen. Das ergibt Sinn, wurde doch 2020 die ähnlich große E-Klasse überarbeitet.

Der Prototyp, der in der Stuttgarter Innenstadt beim Wenden gesichtet wurde, war kaum getarnt, was darauf schließen lässt, dass sich die kosmetischen Änderungen auf ein Minimum beschränken werden. Das muss aber nicht unbedingt der Fall sein, denn dem Testfahrzeug könnten einige der neueren Teile gefehlt haben.

Nach den Stellen zu urteilen, an denen die Verkleidung angebracht ist, scheint Mercedes dem GLE aktualisierte Scheinwerfer und Rückleuchten zu verpassen, wenn auch nichts, was massiv ins Auge springt.

Mercedes-Benz E-Klasse (2020)
Vorlage für den GLE? Der aktuelle Innenraum der Mercedes E-Klasse (2020)

Der Frontgrill ist ebenfalls anders und weist vertikale Lamellen auf, die denen der AMG- und Maybach-Modelle ähneln, doch dieser Prototyp scheint ein normaler Benz zu sein. Die Designer haben auch am Mittelteil des vorderen Stoßfängers, unterhalb des Nummernschildes, herumgewerkelt, aber die Änderungen sind dezent.

Bilder aus dem Innenraum gibt es noch nicht, aber aus einigen Blickwinkeln können wir erkennen, dass der GLE-Prototyp das aktuelle Side-by-Side-Bildschirmlayout hat. Für ein Facelift wäre es zu viel der Veränderung, den vertikalen Touchscreen der neueren Mercedes-Modelle zu übernehmen, aber wir sind ziemlich sicher, dass das Infotainment selbst hier und da aktualisiert wird. Auch im Bereich Cockpit dürfte sich daher ein Blick in Richtung E-Klasse lohnen.

Da es sich hier nur um die ersten Erlkönigbilder handelt, ist eine offizielle Enthüllung in nächster Zeit nicht zu erwarten. Das Debüt könnte gegen Ende dieses Jahres oder Anfang 2022 stattfinden. Ebenfalls im nächsten Jahr kommt der EQE in SUV-Ausführung als elektrischer Begleiter zum konventionell angetriebenen GLE. Es wird ein völlig anderes Modell sein, da es auf einer speziellen EV-Plattform basiert, die Anfang des Jahres mit dem EQS debütiert hat.

Bildergalerie: Mercedes GLE Facelift auf Erlkönigbildern