"Der andere Sportwagen", wie Lotus ihn nennt, ist in die Vorserien-Produktion gestartet

Jaguar, Volvo, Ford Europa, Bentley, Fiat und weitere Marken haben bereits verkündet, in den nächsten Jahren schrittweise auf ein reines Elektro-Portfolio umzustellen. Einige werden das Ziel früher erreichen als andere, aber es gibt noch einen weiteren Hersteller, den wir in dieser Hinsicht nicht vergessen dürfen - Lotus.

Das Hypercar Evija gab ja bereits auf ziemlich beeindruckende Weise einen Vorgeschmack auf die rein elektrische Lotus-Zukunft. Die lässt aber noch ein bisschen auf sich warten und bis dahin wird der Emira den Benziner noch ein letztes Mal hochleben lassen. 

Nach einem Teaser Ende April hat der Sportwagenhersteller aus Norfolk heute eine weitere Vorschau auf seinen letzten Verbrenner unters Volk gebracht. Sie zeigt die obere Hälfte des in Alcantara gehüllten Lenkrads. Selbiges verfügt über Nähte und eine 12-Uhr-Markierung in Gelb. Das leicht modernisierte Lotus-Emblem, das erstmals beim Evija auftauchte, wird von diversen Knöpfen flankiert, aber interessanter sind sicher die Schaltwippen dahinter. 

Ganz offensichtlich wird der Emira mit Automatikgetriebe verfügbar sein. Allerdings hoffen wir, dass man auch noch selber kuppeln und rühren darf.

 

Ursprünglich unter dem Codenamen "Type 131" bekannt geworden, zeigt der Emira auch ein digitales und konfigurierbares Instrumentendisplay. Einer der Screens stellt ein G-Meter in den Vordergrund, die anderen beiden sind für die Fahrmodi "Tour" und "Sport" reserviert. Ist letzterer aktiviert, rückt der rote Bereich leicht nach hinten auf die 7.000-U/min-Marke.

Begleitend zum neuesten Teaser gibt es die Nachricht, dass der Emira im Stammwerk in Hethel in die Vorserien-Produktion gestartet ist. Zuvor wurden mehr als 100 Millionen Pfund (etwa 116 Millionen Euro) in britische Anlagen investiert. Die Geely-Tochter wird mehr als 200 neue Mitarbeiter anheuern, die für den Rollout des "anderen Sportwagens" vonnöten sind.

Bildergalerie: Lotus Emira teaser

Der Emira ersetzt mit Elise/Exige und Evora gleich drei in die Jahre gekommene Lotus-Ikonen. Den Antrieb soll Gerüchten zufolge ein 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder übernehmen. Von wem er kommt, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Wie zu hören ist, soll auch der bewährte 3,5-Liter-Kompressor-V6 von Toyota verfügbar sein. Elektrifizierung ist offenbar bei beiden Aggregaten kein Thema. 

Lotus wird die Weltpremiere des Emira am 6. Juli in Hethel über die Bühne bringen, bevor das Auto ein paar Tage später auf dem Goodwood Festival of Speed zu sehen sein wird.