Mercedes C-Klasse L (2021): Langer Radstand und echter Stern für China
So klassisch hat die C-Klasse schon lange nicht mehr ausgesehen
Mercedes lässt in diesem Jahr auf der Auto Shanghai definitiv nichts anbrennen, präsentiert neben seinem Elektro-Duo EQS und EQB auch das Facelift des CLS und diesen Kandidaten hier - die neue C-Klasse mit langem Radstand. Offiziell trägt sie den Zusatz "L" und tritt als luxuriösere Variante gegen die lokal produzierten BMW 3er und Audi A4 an, die für ein Plus an Beinfreiheit ebenfalls schon gestreckt wurden.
Der verlängerte Radstand und die größeren Fondtüren sind jedoch nicht die einzigen Anzeichen dafür, dass wir es hier mit der nur in China erhältlichen C-Klasse L zu tun haben. Zum einen lohnt ein Blick auf den klassischen Frontgrill, der bei den herkömmlichen Versionen des W206 gänzlich eliminiert wurde. Und dann wäre da ja noch die Rückkehr des Sterns auf der Motorhaube, dem zuletzt das gleiche Schicksal blühte. Ganz schön elegant, möchten wir meinen. Für alle, die einen progressiveren Look bevorzugen, rollte Mercedes aber auch ein Auto mit der Optik der normalen C-Klasse aufs Messe-Parket.
Lokalen Berichten zufolge misst der Radstand 2.954 Millimeter und damit generöse 89 Millimeter mehr als beim Standard-Modell. Die Gesamtlänge wächst um 131 Millimeter auf 4,88 Meter. Das "L"-Logo auf der C-Säule gibt einen weiteren Hinweis darauf, dass es sich hier um die verlängerte, exklusiv in China erhältliche C-Klasse handelt.
Das Interieur wird größtenteils vom C-Benz mit normalem Radstand übernommen. In diesem Fall von der High-End-Variante. In einigen Märkten verkauft Mercedes den C ja auch in einfacheren Spezifikationen, etwa ohne den großen Infotainment-Touchscreen im S-Klasse-Stil. Dort kommen dann ein kompakteres 9,5-Zoll-Display sowie separate Taster für die Klima-Bedienung zum Einsatz.
Abgesehen vom größeren Beinraum gibt es im Fond noch ein paar zusätzliche Optimierungen. So installiert Mercedes in der C-Klasse L etwa luxuriöser anmutende Rücksitze, die von einer breiteren Armlehne mit integrierten Cupholdern und USB-Ports separiert werden. Interessanterweise verfügt die chinesische Variante auch über mehr Dämm-Material und ein komfortableres Fahrwerkssetup, um ein insgesamt abgekoppelteres Fahrerlebnis zu ermöglichen.
Die C-Klasse L ergänzt das Portfolio gestreckter Spezialversionen für China, das bisher aus der A-Klasse L (inklusive AMG A 35), der E-Klasse L und einem in die Länge gezogenen GLC besteht.
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