Vermutlich der wildeste Kombi, den es je gab

Im letzten Jahr brauchte es nicht weniger als 12 Audi-Azubis und gut sechs Monate Zeit, um diesen RS 6 GTO auf die Räder zu stellen. In all seiner boxigen Garstigkeit ist er eine Verbeugung vor dem 90 Quattro IMSA GTO aus den 1980ern. 

Der abartig scharfe Kombi bekam bei seinem Debüt nicht die große Fotogalerie, die ihm gebührt, aber zum Glück ist nun Auditography eingesprungen und hat sich um das Problem gekümmert - mit zusätzlichem Bildmaterial und einem neuen Video. 

Auch wenn der RS 6 GTO aussieht, als hätte man ihn in einem sehr Arcade-lastigen Videospiel kreiert, ist er so echt wie er nur sein kann. Ja, Sie sehen hier tatsächlich Sidepipes. Genau wie die mächtigen Radabdeckungen und die Lackierung sind sie eine Verbeugung vor dem IMSA-Rennwagen von 1989. 

Natürlich ist das Endresultat gehörig wild, aber immerhin handelt es sich hier um ein Einzelstück, dass Sie (leider) niemals bei einem Audi-Händler sehen werden. Von daher ist es mehr als verständlich, dass die Auszubildenden alles in die Waagschale geworfen haben, als es ums Aufmotzen des RS 6 Avant ging. 

Der GTO ist satte 14 Zentimeter breiter als ein herkömmlicher A6 Avant. Und auch im Interieur hat man einige Änderungen vorgenommen. Passend zu einem Rennauto gibt es einen kompletten Überrollkäfig. Dazu kommen Recaro-Schalensitze und der Entfall der Rückbank, um ein paar Kilo Gewicht einzusparen. 

Die neu gestaltete Motorabdeckung mit roten Akzenten verhüllt den optimierten 4,0-Liter-Biturbo-V8, der es nun auf 705 PS und 900 Nm Drehmoment bringt. Das sind 105 PS und 100 Nm mehr als im Serien-RS 6. Ingolstadts exzentrische Idee eines GTO katapultiert sich in etwa drei Sekunden von 0-100 km/h, Schluss ist erst bei 310 Sachen. 

Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass wir jemals einen RS 6 mit diesem Spirit vom Band laufen sehen, aber Audi hat bereits Hinweise auf eine heißere Version seine Performance-Familienbombers gegeben. Diese könnte möglicherweise einen Hybrid-Antrieb erhalten und die Leistungs- und Drehmomentwerte in Regionen verschieben, die vor einigen Jahren noch reinen Hypercars vorbehalten waren. 

Beim RS 7 Sportback bahnt sich das gleiche Prozedere an und wir wissen zudem, dass der nächste RS 4 Avant ebenfalls auf den Hybrid-Zug aufspringen wird

Bildergalerie: Audi RS6 GTO Concept