Das baldige Facelift behält aber den Biturbo-V6

Das Modellprogramm von Audi Sport wird gerade gehörig durcheinandergewirbelt. Auf der einen Seite bringt man eine ganze Reihe neuer schneller SUVs wie den SQ8 oder die in Bälde erscheinenden RS Q3 und RS Q8. Auf der anderen Seite installiert Audis schnelle Truppe V6-Dieselmotoren in diversen S-Modellen. Aber das ist längst nicht alles, denn soeben haben die Vier Ringe angekündigt, dass die nächste Generation des RS 4 Avant einen komplett neuen Antriebsstrang erhalten wird. Einen, der vielen Puristen nicht unbedingt gefallen dürfte.

Audi Sport Geschäftsführer Oliver Hoffmann sagte dem britischen Automagazin Autocardass die nächste Generation des heißen Kombis mit einem Plug-in-Hybrid kommen werde, um gleichzeitig Emissionen zu reduzieren und die Performance zu boosten. Bis dahin wird freilich noch einige Zeit ins Land gehen, schließlich hat Audi noch nicht einmal das Facelift des aktuellen RS 4 Avant vorgestellt. Laut Autocar soll der nächste A4 im vollwertigen RS-Trimm "früh im nächsten Jahrzehnt" debütieren. Wir gehen trotzdem nicht davon aus, dass er vor 2022 oder gar 2023 kommen wird. 

Ohnehin steht ja bis Ende des Jahres erst einmal die Modellpflege des jetzigen RS 4 Avant auf dem Programm, die die Facelift-Maßnahmen an der A4-Familie abschließt. Er wird weiterhin auf den 2,9-Liter-Biturbo-V6 mit 450 PS und 600 Nm setzen. Damit knackt er die 0-100 km/h in 4,1 Sekunden und schafft bis zu 280 km/h Spitze. 

Audi Sport hat ja - zumindest in kleinem Maße - bereits mit der Elektrifizierung seiner Modelle begonnen. Sowohl der neue Mega-Kombi RS 6 Avant als auch der gerade eben vorgestellte RS 7 Sportback sind mit einem 48-Volt-Mildhybrid-System ausgerüstet. 

Desweiteren erzählte Hoffmann den Kollegen von Autocar, dass die dritte Generation des Sportwagens R8 auf die ein oder andere Art elektrifiziert werden wird. Im Moment ist allerdings noch nicht klar, ob er ein Plug-in-Hybrid-System erhalten soll oder gleich als Voll-Elektriker antritt. Die britische Publikation zumindest tendiert zu letzterem Szenario.  

Ebenfalls interessant: Hoffmann hat die Möglichkeit eines RS 1 nicht explizit ausgeschlossen. Das darf als kleine Überraschung gelten, wenn man bedenkt, dass der normale A1 Sportback aktuell nicht mit dem für Audi Sport-Modelle unverzichtbaren Allradantrieb angeboten wird.

Quelle: Autocar

Bildergalerie: Audi RS4 Avant 2020 Rendering