Offenbar wird hier die Active-Variante erprobt

Das B-Segment ist eines der am stärksten umkämpften Automobilsegmente in Europa, voll mit frischen Modellen wie dem Peugeot 208, Renault Clio, Opel Corsa, Hyundai i20 und anderen. Der Ford Fiesta, einst eines der beliebtesten Fahrzeuge in der Klasse, hinkt derzeit hinter seinen Rivalen her.

Rund vier Jahre nach der Premiere des aktuellen Fiesta ist eine größere Modellpflege geplant. Heute können wir die ersten Erlkönigfotos des aufgefrischten Fiesta zeigen. Zwei Dinge stehen schon fest, mit beiden Maßnahmen wird Ford dem allgemeinen Trend im Kleinwagen-Segment folgen: Künftig gibt es den Fiesta nicht mehr als Dreitürer und nicht mehr mit Diesel. 

Der Fiesta-Erlkönig, der hier in der etwas robusteren Active-Ausstattung zu sehen ist, trägt noch eine recht üppige Ganzkörper-Tarnung, und die Frontschürze hat sogar zusätzliche Verkleidungen, die die Designänderungen verbergen. Dennoch können wir neue Scheinwerfer und möglicherweise eine modifizierte Heckpartie erkennen. Der untere Kühlergrill scheint im Vergleich zum noch erhältlichen Modell unverändert zu sein. Generell dürfte der Fiesta im Design näher an den Focus rücken.

Ford Fiesta Facelift (2021) auf ersten Erlkönigbildern

Interessanterweise scheint die Motorhaube dieses Testfahrzeugs leicht geöffnet zu sein und es gibt ein Kabel, das vom Motorraum durch die A-Säule in den Innenraum des Wagens führt. Da das Kabel einfach mit Klebeband an der Karosserie befestigt ist, vermuten wir, dass es mit einer Art Messgerät verbunden ist, das zusätzliche Daten vom Motor sammelt.

Beim Blick auf das Heck wirkt alles recht vertraut und wir können keine großen optischen Veränderungen feststellen. Sowohl die Rückleuchten als auch der kleine Dachspoiler scheinen gegenüber dem aktuellen Modell unverändert zu sein. Selbst die Räder sind derzeit in der gleichen Form für die Active-Ausstattung in bestimmten Märkten erhältlich. Vermutlich erhalten die Leuchten aus Kostengründen nur ein geändertes LED-Innenleben.

Bereits im Sommer 2020 aktualisierte Ford den Fiesta mit Mildhybrid-Antriebe, Mitte Februar 2021 wurde ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe für den 125-PS-48V-Benziner angekündigt. Unter der Haube erwarten wir daher keine großen Änderungen, im Cockpit dürfte es künftig etwas digitaler und vernetzter zugehen.

Gänzlich offen bleibt die Frage, ob die seit 1976 existierende Baureihe überhaupt eine längerfristige Zukunft hat. Ab 2023 wird im Ford-Werk in Köln-Niehl das erste batterie-elektrische Volumenmodell der Marke in Europa vom Band rollen. Ford prüft zugleich die Möglichkeit, ein zweites rein elektrisches Fahrzeug in Köln zu fertigen. Gerüchten zufolge könnte das 2023er-Auto den Fiesta beerben, der zurzeit in Köln vom Band läuft. 

Bildergalerie: Ford Fiesta Facelift (2021) auf ersten Erlkönigbildern