Im Inneren des großen Coupé-Crossovers tut sich einiges

Ein bisschen seltsam ist es ja schon, was sich hier abspielt. Die dritte Generation des BMW X6 ist erst seit etwas mehr als einem Jahr auf dem Markt und trotzdem sehen wir hier einen Prototypen mit einem komplett verschleierten Cockpit und zwei riesigen Bildschirmen auf dem Armaturenträger. 

Klar, die Optik wird immer ein Streitpunkt beim X6 bleiben, aber technologisch oder in puncto Fahrverhalten gibt es nun wirklich nichts, was ein Schnellschuss-Facelift erklären könnte. Was also ist hier los?

BMWs Infotainment gehört sicher zu den besten Systemen, die man derzeit kriegen kann und wird grundsätzlich für seine Benutzerfreundlichkeit gelobt. Allerdings gab es immer wieder heftige Kritik am digitalen Instrumentendisplay. Selbiges wurde erst 2018 eingeführt und bekommt seitdem regelmäßig für seine schlechte Ablesbarkeit und die mangelnde Justierbarkeit auf die Mütze. Womöglich sieht man hier tatsächlich schon die Zeit für Änderungen gekommen. 

Auf der anderen Seite könnten die Münchner auch einfach nur den Plan haben, ihre Modellreihen im Interieur mehr aneinander anzupassen und gleichzeitig digital den nächsten Schritt zu gehen. Denn als BMW-Fan oder aufmerksamer Leser wird ihnen aufgefallen sein, dass die Bildschirm-Anordnung in diesem Erlkönig doch sehr stark an das erinnert, was man im Innenraum des kürzlich vorgestellten Elektro-Hoffnungsträgers BMW iX zu sehen bekommt. 

Dieser verfügt über das neue BMW Curved Display und eine physisch insgesamt deutlich reduzierte Bedienung. Auf den iDrive-Controller in der Mittelkonsole wird aber auch hier glücklicherweise nicht verzichtet.

Es sieht nun ganz danach aus, als würde BMW die neue Bedienung schrittweise auch in seinen herkömmlichen Modellen zum Einsatz bringen. 

Äußerlich erkennen wir an diesem X6-Prototpen übrigens so gut wie keine Änderungen. Die Scheinwerfer sehen ein wenig komisch aus, aber bei einem Testträger mag das Gründe haben, die relativ belanglos sind. 

Für ein richtiges Facelift ist der aktuelle X6 eigentlich noch deutlich zu jung. Ob hier einfach an der neuen Infotainment-Generation getestet wird oder ob wir diese bald wirklich in BMWs aktuell noch größtem SUV-Coupé sehen, wird sich zeigen. Wir gehen aber davon aus, das das mindestens noch zwölf Monate dauern dürfte. 

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