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Mercedes 280 GE Feuerwehr von Lorinser Classic

Die Blaulicht-Kante ist nicht ganz preiswert, aber wenig gelaufen

Lorinser G-Klasse Feuerwehr schräg vorne

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

26. Nov. 2020 um 19:06 Uhr

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Spritzenhäuser, gerade der Freiwilligen Feuerwehren, entpuppen sich oft genug als Zeitkapseln. Hier kann automobiles Kulturgut bei penibler Wartung und geringen Kilometerständen in gutem Zustand überdauern. Dank gelegentlichen Einsätzen und Bewegungsfahrten sind andererseits kaum Standschäden zu befürchten.

Ein echtes Juwel dieser Art hat vor kurzem erst Lorinser Classic ausgegraben. Bei dem 55.000 Euro teuren Fahrzeug handelt es sich um eine 1983er G-Klasse, die erst 18.700 Kilometer gelaufen ist.

Den robusten Geländegänger in der puristischen frühen Bauform W 460 hatten seinerzeit viele Feuerwehren auf dem Wunschzettel. Doch längst nicht alle konnten sich ihn auch leisten, denn richtig günstig war ein G nie, auch wenn in der Anfangszeit fast alle Luxusextras fehlten. Das gezeigte Exemplar aus dem Bestand von Lorinser Classic besitzt immerhin eine Servolenkung und als 280 GE den damals stärksten Motor.

Lorinser G-Klasse Feuerwehr Beifahrersitz

Der Sechszylinder-Benziner war zwar kein Kostverächter, doch bei den feuerwehrtypisch eher kurzen Strecken fiel der Verbrauch kaum ins Gewicht. Die flotten 156 PS (115 kW) hingegen machten sich bezahlt, denn im Rettungseinsatz zählt oft jede Minute. Für unbefestigte Wege verfügt das Fahrzeug nicht nur über den serienmäßigen zuschaltbaren Allradantrieb mit Untersetzung. Es sind auch die zwei optionalen Differentialsperren an Vorder- und Hinterachse mit an Bord.

"Allzu hart rangenommen wurde das Fahrzeug aber wohl nicht, da es sich in einem exzellenten technischen Zustand befindet", so Geschäftsführer Marcus Lorinser. Karosserie und Stahlfelgen des Feuerwehrautos präsentieren sich überdies frisch lackiert. Innen stellt der 280 GE als Kind seiner Zeit auf Stoffsitzen und Türverkleidungen das typische Karomuster zur Schau.

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Der Kofferraum verbirgt sich hinter einer geteilt nach oben und unten öffnenden Heckklappe. Er wurde mit unverwüstlichem Riffelblech zu einem feuerwehrkompatiblen Stauabteil ausgebaut.

"Schließlich ist der Geländewagen ein echtes Arbeitspferd und nicht für Paraden in Ausgehuniform gebaut", ergänzt Lorinser. Deswegen ist am Fahrzeugende auch eine starre Anhängerkupplung verbaut für den Ehrsam-Schlauchtransportanhänger mit Ringösendeichsel aus dem Jahr 1965. 

Bildergalerie: Mercedes 280 GE Feuerwehr von Lorinser Classic

Lorinser G-Klasse Feuerwehr schräg vorne

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Lorinser G-Klasse Feuerwehr Beifahrersitz

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