Rund 15.000 Fahrzeuge müssen zum Software-Update

VW liefert wieder Golf-8-Fahrzeuge aus. Der vorsorglich selbst verordnete, präventive Auslieferungsstopp wird nun mit der Verfügbarkeit des Software-Updates aufgehoben. Für die bereits an Kunden ausgelieferten Golf 8 aktiviert Volkswagen zusätzlich einen freiwilligen Rückruf, um das Software-Update durchzuführen.

Volkswagen hat dies bereits dem KBA gemeldet und fragt Halterdaten an, um die davon tangierten Kunden rechtzeitig informieren zu können. Volkswagen hatte unverzüglich Mitte Mai einen Auslieferungsstopp für den Golf 8 erlassen, um den Sachverhalt im Austausch mit den zuständigen Behörden prüfen und über das weitere Vorgehen zu den betroffenen Fahrzeugen entscheiden zu können.

Zur Abhilfe entwickelt Volkswagen ein Software-Update für das Steuergerät der Online-Connectivity-Unit. Zukünftig produzierte Golf 8 erhalten dieses Update serienmäßig, ebenso wie bereits fertiggestellte Fahrzeuge. In Deutschland sind rund 15.000 Fahrzeuge betroffen.

VW nimmt zu den Software-Problemen wie folgt Stellung: "Wir haben im Rahmen von internen Untersuchungen festgestellt, dass es bei einzelnen Fahrzeugen des Modells Golf 8 zu einer nicht verlässlichen Datenübertragung der Software am Steuergerät der Online-Connectivity-Unit (OCU3) kommen kann. Infolgedessen kann die vollumfängliche Funktion des eCall/Notruf-Assistenten nicht gewährleistet werden."

Weiter heißt es: "Neue Modelle müssen laut EU-Verordnung seit dem 31. März 2018 über eine entsprechende Notrufeinrichtung verfügen. Daher haben wir reagiert, um die Einhaltung dieser Vorschrift voll umfänglich zu gewährleisten. Entsprechend hat Volkswagen unverzüglich einen Auslieferungsstopp für den Golf 8 erlassen. Im Austausch mit den zuständigen Behörden prüfen wir das weitere Vorgehen zu den betroffenen Fahrzeugen – insbesondere steht in den nächsten Tagen eine Entscheidung zu einem Rückruf und einer Abhilfemaßnahme per Softwareupdate durch das KBA an."

 

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