In China startet das schicke Modell im Juni

BYD will angeblich seine neue Elektro-Limousine Han auch in Europa anbieten. Das neue Modell soll sogar seine Weltpremiere in Europa haben, da das Debüt auf der Auto China wegen der Corona-Krise ins Wasser gefallen ist. Das meldet nun Electrive.net unter Berufung auf den Hersteller.

In China soll der Han bereits ab Juni verkauft werden, wann der Marktstart in Europa sein soll, steht offenbar noch nicht fest. Doch wird ein Basispreis zwischen 45.000 bis 55.000 Euro anvisiert. Damit wäre der Wagen deutlich günstiger als ein Tesla Model S, den es bei uns ab 86.800 Euro gibt. 

Wie der Tesla so gibt es auch den Han EV mit Zweirad- und mit Allradantrieb. Die Reichweite stimmt fast exakt mit der des Model S (610 km nach NEFZ) überein:

  Han EV 2WD Han EV 4WD
Motor 160 kW (218 PS) 197 kW (268 PS)
Antrieb Zweiradantrieb Allradantrieb
Reichweite 605 km (NEFZ) 605 km (NEFZ)
0-100 km/h 3,9 Sek. 3,9 Sek.

Wie der Tesla mit seinem "Autopilot" soll auch der Han teilweise autonom fahren; hier heißt das Assistenzsystem "DiPilot", und wie bei Tesla hat das System Selbstlern-Fähigkeiten (also Künstliche Intelligenz). Zudem ist der Wagen über 5G-Mobilfunk-Technologie vernetzt. Das lässt darauf schließen, dass eine Car-to-X-Technik an Bord ist, die die Sicherheit erhöht.

Bildergalerie: BYD Han (2020)

Stolz ist man bei BYD offenbar auch auf das europäische Design. Verantwortlich dafür ist Wolfgang Egger, der früher für Audi, Seat und Alfa Romeo arbeitete. In welchen europäischen Ländern der Han auf den Markt kommen soll, hat BYD noch nicht mitgeteilt.

Der Hersteller könnte jedoch Norwegen im Sinn haben. Dorthin soll auch der Tang EV600 exportiert werden, ein Elektro-SUV, das noch 2020 starten soll. Das 4,87 Meter lange Fahrzeug soll mit seinem 83-kWh-Akku 540 Kilometer mit einer Ladung (nach NEFZ-Zyklus) schaffen. Auch dieses Modell gibt es mit 2WD- und mit Allradantrieb, zumindest in China. Auch Nutzfahrzeuge will BYD noch 2020 nach Europa bringen. 

Der 1995 gegründete BYD-Konzern produzierte zunächst nur Akkus. 2003 stiegen die Chinesen ins Auto-Geschäft ein und zeigten wiederholt Elektroautos wie den e6 auf europäischen Messen. Zuletzt war BYD mit dem Denza 500 aufgefallen, der aus in Kooperation mit Mercedes entstand. Heute gehört BYD zu den größten chinesischen Herstellern.

Bildergalerie: BYD Tang EV600 (2020)

Bild von: Mark Kane