Hier ist der Name Programm

Spätestens seit den Fahrzeugen von Caterham und Lotus wissen wir: Weniger Gewicht schadet nie. Auch BMW ist sich dessen bewusst und hat schon diverse M-Modelle zum CSL nachgeschärft. Beim M2 fehlt so etwas aber noch. Nun springt die Firma Lightweight Performance in diese Bresche.

Der M2 Competition ist bereits seit 2018 auf dem Markt. Erst kürzlich wurde die Topversion, der M2 CS, von BMW in limitierter Stückzahl präsentiert. Doch fragt man die eingefleischten BMW-Fans, dann fehlt ein Kürzel schon lange. CSL - Coupé Sport Leichtbau.

Tuner Lightweight Performance aus Sinn-Fleisbach kennt das Kürzel zu gut. Dort nutzt man einen E46 M3 CSL als langjährigen Firmenwagen für Trackdays und Events. "Unser CSL ist ein großer Teil der Firmengeschichte. Seit mehr als 10 Jahren gehen wir den gemeinsamen Weg vom Entwicklungsträger für unsere Produkte bis hin zum Renntaxi auf diversen Rennstrecken."

Was liegt da näher als auf Basis des M2 Competition die CSL-Gene zu implementieren? Gesagt, getan - man wechselte das Stahl Dach gegen ein Dach aus Carbon aus. Das spart 6,5 Kilo ein und sorgt für einen tieferen Schwerpunkt.

Weitere Lightweight-Komponenten wie ein Frontspoiler, ein Heckdiffusor und ein Heckflügel aus Carbon ergänzen die Aerodynamik, um bei höheren Geschwindigkeiten ein sicheres Fahrverhalten mittels erhöhtem Anpressdruck zu generieren. Optisch machen die Anbauteile natürlich auch einiges her.

LIGHTWEIGHT BMW M2 Competition

Haben wir gerade höhere Geschwindigkeiten geschrieben? Klar! Dieser M2 Competition leistet 494 PS und 653 Newtonmeter Drehmoment, der Vorwärtsdrang hört erst bei 303 km/h auf. Ein TÜV-Gutachten ist inklusive. Zum Vergleich: Beim normalen M2 CS sind es 410 PS und 550 Nm.

Leichtbau gibt es auch bei den 19-Zoll-Rädern. Das Lightweight-Schmiederad wiegt ohne Reifen nur 9,2 Kilogramm und ist somit rund drei Kilo leichter als das Serienrad. 

Die Lightweight-Auspuffanlage ab OPF (mit EG-Genehmigung) verringert das Gewicht um weitere 7 Kilo. Beim Fahrwerk griff Lightweight auf ein Bilstein Clubsport-Gewindefahrwerk zurück.

LIGHTWEIGHT BMW M2 Competition

Diese Zutaten ergeben auf dem Sachsenring eine Rundenzeit von 1:31,16. Zum Vergleich: der normale M2 CS erledigte die Runde in 1:34,97. Somit reiht sich der M2 Competition by Lightweight Performance zwischen Supersportlern ein.

Ganz wichtig: Maßgabe bei diesem Umbau war, das die Alltagstauglichkeit nicht leidet. Man ist die Rundenzeit in einem Auto mit Rücksitzbank und allen Komfortmerkmalen gefahren.

Das Gesamtpaket der Modifikationen liegt bei rund 20.000 Euro und kann nach Belieben erweitert oder individuell abgestimmt werden. Und sollte man eine offene Version des M2 Competition vermissen; auch hier hat Lightweight Performance etwas im Portfolio.

Bildergalerie: LIGHTWEIGHT BMW M2 Competition